Zufallsfoto

Ergebnisse des Modellversuchs zu beschleunigten Strafverfahren: Weirauch sieht positive Entwicklung in Mannheim

Veröffentlicht am 22.09.2021 in Landespolitik

Der Mannheimer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Boris Weirauch fordert den verstärkten Einsatz von beschleunigten Strafverfahren und nimmt die grün-schwarze Landesregierung bei der entsprechenden Ausstattung der Justiz in die Pflicht. „Die Ergebnisse des Modellversuchs zur Stärkung von beschleunigten Verfahren, der u.a. in Mannheim am 15. Juni 2020 gestartet wurde, sind vielversprechend, zeigen aber auch, dass die grün-schwarze Landesregierung in den vergangenen Jahren vieles versäumt hat“, sieht sich Weirauch in seiner Forderungen nach einer konsequenten Anwendung des Instruments des beschleunigten Verfahrens bestätigt.

Die Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hatte ergeben, dass insbesondere Bayern in der Vergangenheit deutlich konsequenter in der Anwendung des beschleunigten Verfahrens gewesen ist (2019: BY 3916 Anträge / BW 66 Anträge). „Auch in Mannheim gab es in den Jahren 2018 und 2019 keinen einzigen Antrag auf die Durchführung eines Strafprozesses im beschleunigten Verfahren“, zeigt sich der Mannheimer Abgeordnete verwundert über die Antwort aus Stuttgart. Aus der Antwort der Landesregierung geht auch hervor, dass Baden-Württemberg bis einschließlich 2019 im Ländervergleich sogar nahezu Schlusslicht bei Anträgen auf Durchführung beschleunigter Verfahren nach der StPO war. Nur Mecklenburg-Vorpommern hat regelmäßig weniger Anträge.

Seit Mitte 2020 läuft an den Gerichtsstandorten Mannheim, Stuttgart und Freiburg ein Modellversuch zur Stärkung der beschleunigten Verfahren, welche bei kleineren Delikten und klarer Beweislage zur Anwendung kommen, sodass Vergehen und Bestrafung in einem wesentlich engeren zeitlichen Zusammenhang gesetzt werden können. Teil des Modellversuchs waren eine Stellenaufstockung um jeweils 1 Stelle bei den teilnehmenden Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften.

In Mannheim hat der Modellversuch zu einer deutlichen Verbesserung bei der Anwendung von beschleunigten Verfahren geführt. In den Jahren 2016 und 2017 hat es hier lediglich vier Anträge bzw. einen Antrag gegeben, in den Jahren 2018 und 2019 gab es überhaupt keine beschleunigten Verfahren in der Quadratestadt. 2020 hingegen gab es 56 Anträge auf Durchführung eines beschleunigten Strafverfahrens.

Weirauch will diesen Trend in Mannheim verstetigt sehen und macht sich für weitere Verbesserungen, in Mannheim wie im ganzen Land, stark: „Auch jetzt ist noch deutlich Luft nach oben. Deswegen ist jetzt wichtig, dass das Instrument der beschleunigten Verfahren nun auf sämtliche Gerichtsstandorte im Land übertragen wird. Die zügige Aburteilung von Straftätern ist ein elementarer Baustein der Kriminalprävention, gerade im Bereich der sog. Alltagskriminalität, etwa bei Eigentumsdelikten.“

Weirauch will weiter kritisch verfolgen, wie ernst die Landesregierung es mit ihren Aussagen zu den beschleunigten Verfahren meint: „Fakt ist, dass es ohne eine entsprechende personelle Verstärkung der Justiz und der Polizei nicht funktionieren wird. Spätestens bei den Haushaltsberatungen wird sich zeigen, ob die grün-schwarze Landesregierung Wort hält und dem Instrument beschleunigtes Verfahren nicht nur in den drei Modellstädten, sondern landesweit Geltung verschafft.“

Homepage Dr. Boris Weirauch: Ihre starke Stimme im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de