Zufallsfoto

Eltern und Lehrer unterstützen SPD-Forderung, mehr Lehrer für Berufliche Gymnasien einzustellen

Veröffentlicht am 09.05.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 09. Mai 2009

SPD-Landtagsabgeordneter Gunter Kaufmann: „Die Kritik an Rau nimmt immer mehr zu. Er muss endlich reagieren.“

Eltern, Lehrer und Schüler aus Realschulen und beruflichen Gymnasien sind erbost über die CDU/FDP-Landesregierung, nachdem sich das Versprechen „kein Abschluss ohne Anschluss“ als haltlos erweise. Bei einer Veranstaltung der SPD-Landtagsfraktion am 09. Mai 2009 im Landtag schlossen die Teilnehmer sich deshalb der Forderung an, die Situation an den beruflichen Schulen zu verbessern.

Die Landesregierung müsse als Sofortmaßnahme im kommenden Schuljahr mindestens 60 weitere Klassen an den beruflichen Gymnasien und 20 zusätzliche Klassen an den anderen beruflichen Vollzeitschulen einrichten, um den größten Druck durch die Bewerberzahlen abzufangen. Eltern, Lehrer und Schüler verlangten zudem, dass das Land jedem Bewerber, der die Voraussetzungen erfülle, einen entsprechenden Platz an einem beruflichen Gymnasium garantiere.

Wie viel Kredit insbesondere Kultusminister Helmut Rau (CDU) verspielt hat, zeigen die Äußerungen einzelner Teilnehmer aus der Veranstaltung.

Nuri Kiefer, Realschulrektor: „Ich fühle mich ein Stück weit von der Landesregierung betrogen, da ich den Schülern Möglichkeiten aufgezeigt habe, welche die Landesregierung zwar verspricht, aber nicht einhält.“ Denn wenn er den Schülern mitteile, dass wie von der Landesregierung festgeschrieben, eine 3,0 in den relevanten Fächern für eine Aufnahme in ein Berufliches Gymnasium ausreichend sei, werden viele Schüler in der Realität von wesentlich strengeren Aufnahmekriterien überrascht, so Nuri Kiefer.

Den Grund nennt Gabriele Holtermann, Oberstudiendirektorin an einem beruflichen Gymnasium: „Wir haben seit vielen Jahren wesentlich mehr Bewerber als Plätze. Dieses Jahr sind die Bewerberzahlen nun nochmals extrem gestiegen.“ Das führe dazu, dass oft schon eine 2,3 im Zeugnis nicht mehr ausreichend für eine Aufnahme an einem beruflichen Gymnasium sei.

Somit entstehen Schulkarrieren wie die von Titos Hailom, baden-württembergischer Schüler in Bayern: „Obwohl ich die Kriterien der Landesregierung erfüllt habe, wurde ich an den weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg nicht aufgenommen. Da ich aber an der Landesgrenze zu Bayern lebe, konnte ich glücklicherweise dort auf eine Fachoberschule wechseln.“

Dass nicht alle so viel Glück haben, treibt Hans Gampe, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), um. Die Landesregierung gehe davon aus, das Problem rüttele sich bis Herbst schon irgendwie hin. Hans Gampe: „Diese Annahme der Landesregierung ist Quatsch. Tatsächlich verweigert sie seit Jahren vielen Jugendlichen in Baden-Württemberg die ihnen zustehenden Bildungschancen.“

Diese Kritik der Teilnehmer sei verständlich, erklärte Gunter Kaufmann, Sprecher für Berufliche Bildung der SPD-Fraktion. Schließlich könne mehr als ein Drittel der Realschüler in Baden-Württemberg nicht wie gewünscht auf ein berufliches Gymnasium wechseln, obwohl sie die Voraussetzungen dafür erfüllt hätten. Für mehr als 27.000 Schüler stünden hier gerade 17.000 Plätze zur Verfügung. Dies sei besonders deshalb empörend, da Kultusminister Helmut Rau schon im November 2008 festgestellt hatte: „Es ist damit zu rechnen, dass wegen der zu erwartenden hohen Bewerberzahl die Nachfrage nach Schulplätzen das bestehende Angebot übersteigen wird.“ Demgegenüber behauptet der Minister seit einigen Wochen, der Ansturm sei im Herbst des vergangenen Jahres noch nicht absehbar gewesen. „Die Kritik an Rau nimmt immer mehr zu. Er muss endlich reagieren“, sagte Gunter Kaufmann abschließend.

Homepage Gunter Kaufmann

Termine Gengenbach

05.07.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr
öffentlich
Fairtrade Gengenbach: Ernteschätzspaziergang auf den Streuobstwiesen
Gengenbach „Römerbad“ am Ziegelwaldsee

Alle Termine

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

07.06.2026 19:19 Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung
Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de