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"Ehe für alle" ist ein Meilenstein im alten Kampf um Bürgerrechte und Akzeptanz

Veröffentlicht am 30.06.2017 in Bundespolitik

Berlin/Offenburg – 30.06.2017. Die heute im Bundestag auf Initiative der SPD mehrheitlich beschlossene „Ehe für alle“ beendet eine mehr als hundertjährige Diskriminierung zwischen Heterosexuellen und Homosexuellen im Bürgerlichen Gesetzbuch. Aufgrund der gesetzlichen Gleichstellung wird die Ehe, die bislang nur Heterosexuellen vorbehalten war, auch für Lesben und Schwule geöffnet.
„Gleiche Rechte, gleiche Pflichten innerhalb einer Ehe, diese Formel gilt künftig für alle Menschen – unabhängig vom Geschlecht. Darüber freuen wir uns, denn unsere Gesellschaft wird dadurch menschlicher und gerechter“, so die Ortenauer Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß (SPD).

Über die „Ehe für alle“ können künftig zwei Menschen leichter für einander einstehen und gemeinsam die Verantwortung für eine Familie übernehmen. Es gelten künftig für beide Partner*innen die gleichen Regeln bei der Adoption. Bisher geschlossene eingetragene Partnerschaften bleiben bestehen, können aber auf Wunsch in eine Ehe umgewandelt werden.

In 14 EU-Staaten (u. a. in Spanien, Irland und Frankreich) ist das längst schon Realität. Deutschland hinkte hier bislang hinterher. „Es war höchste Zeit, dass auch in Deutschland die gleichen Rechte für gleichgeschlechtliche Paare gelten. Die Öffnung der Ehe wird mit 83 Prozent auch von der überragenden Mehrheit der Deutschen akzeptiert“, so die Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß.

„Unser Parlament hat mit seinem Votum die Ehe an die gesellschaftlichen Realitäten des 21. Jahrhunderts angepasst. Gleichzeitig ist die ‚Ehe für alle‘ ein Meilenstein im alten Kampf um Bürgerrechte und Akzeptanz. Diesen mühsamen Kampf haben - lange vor uns – mutige Vertreter*innen der Lesben- und Schwulenorganisationen begonnen und daran wollen wir heute ebenso erinnern“, so die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß.

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