Foto: Dr. Helmut Wehr
In einem einführenden Referat spannte der Staatssekretär im Kultusministerium und Abgeordnete des Wahlkreises Ettlingen beim Bildungstag im Ettlinger Eichendorff-Gymnasium am 5. Oktober den Bogen von der frühkindlichen Bildung über die Grundschule bis hin zu den weiterbildenden Schulen, wobei er ausführlich auf die bisherigen Reformen der grün-roten Regierung einging.
Dazu zählen:
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Der „Pakt für Familien“ mit den Kommunen, durch den die Fördermittel für die Kleinkindbetreuung fast vervierfacht wurden;
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die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung, die das Verhältnis von Eltern und Lehrern entspannt und die Rechte der Eltern stärkt;
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die Reform der Werkrealschule, bei der die beiden Tage in der Berufsschule entfallen und die Notenhürde zum Übergang in die 10. Klasse Werkrealschulen gestrichen wird, damit schwächere Schülerinnen und Schüler mehr Zeit bekommen, einen besseren Abschluss zu machen;
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der Wiedereinstieg des Landes in die Finanzierung der Schulsozialarbeit mit bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr;
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die Entschleunigung des Gymnasiums durch das G 9. Deshalb wird an 22 Gymnasien ab diesem Schuljahr wieder ein neunjähriger Zug angeboten, im nächsten Jahr folgen weitere;
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die Einführung der Gemeinschaftsschule als Meilenstein des Bildungsaufbruchs. Im Schuljahr 2012/13 gingen 42 solcher Schulen an den Start. Weitere werden folgen;
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der Ausbau beruflicher Gymnasien. Dort wurden 50 weitere Eingangsklassen eingerichtet sowie 15 neue Standorte geschaffen.
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der Ausbau der Ganztagsangebote . Zwischen frühkindlicher Betreuung und dem Übergang zur Schule soll keine Betreuungslücke entstehen. Deshalb hat die Landesregierung 73 weitere Ganztagsschulen genehmigt. Bis 2020 soll jede Grundschule die Möglichkeit haben, solche Angebote einzurichten;
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mehr Inklusion an Schulen und eine Ausweitung der Elternechte. Dazu soll die Inklusion im Schulgesetz verankert werden;
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die Verbesserung der Lehrerversorgung durch die Aufstockung der Krankheitsreserve und dadurch, dass 3300 Deputate, die durch den Schülerrückgang eigentlich frei würden, im System bleiben.
Die Lehrerversorgung war denn auch eines der am häufigsten aufgegriffenen Themen der Podiumsdiskussion, an der sich neben Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer Oberbürgermeister Johannes Arnold, Elisabeth Groß, Leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamtes Karlsruhe, Helmut Obermann, Geschäftsführender Schulleiter der Ettlinger Schulen, Paul Assmann, Pressebeauftragter des Landesschülerbeirates und Gesamtschülersprecher der Stadt sowie Thorsten Krüger, Gesamtelternbeiratsvorsitzender und stellv. Elternbeiratsvorsitzender des Albertus-Magnus-Gymnasiums beteiligten. (Foto: v.l.n.r.)