Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, der in diesem Jahr am 23. Januar im Pfinztaler Ludwig-Marum-Gymnasium stattfand, erinnerte Dr. Mentrup an eine Opfergruppe, die eher selten im Mittelpunkt steht: die fast 300.000 Menschen mit Behinderung, die von den Nazis im Rahmen der Euthanasieprogramme ermordet wurden, darunter auch Tausende von Kindern.
Mentrup erinnerte darüber hinaus an den Namensgeber der Schule, den Karlsruher Sozialdemokraten Ludwig Marum, den die Nationalsozialisten 1934 im Konzentrationslager Kislau ermordeten und leitete damit gleich zur diesjährigen Verleihung des Ludwig-Marum-Preises über. Denn verbunden mit der Gedenkstunde war die Verleihung des von der Pfinztaler Ludwig-Marum-Stiftung vergebenen Ludwig-Marum-Preises, der in diesem Jahr an die Schülerinnen Luisa Habbel, Annika Martini, Sina Rinkler und den Schüler Kai-Niklas Schymik ging. Sie erhielten die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement im Ausgehtreff des Karlsruher Vereins „Eltern und Freunde für Inklusion“.
Für Preisträgerinnen und Preisträger fand der Abgeordnete ebenso lobende Worte wie für die Arbeit der nach dem ehemaligen SPD-Landtags- und Reichstagsabgeordneten benannten Pfinztaler Stiftung. Sie leiste einen wichtigen Beitrag für die Erinnerung, für das Gedenken. So ziehe sich der Dreiklang aus „Erinnern, Versöhnen, Mahnen“ durch 15 Jahre Stiftungsarbeit.