Zufallsfoto

Dieselfahrverbote – Fluch oder Segen? SPD diskutierte über Mobilität der Zukunft

Veröffentlicht am 12.02.2018 in Landespolitik

Ralf Eisenhauer, Boris Weirauch, Brigitte Dahlbender, Martin Rivoir (vlnr)

Gemeinsam mit der SPD-Gemeinderatsfraktion hatte der Mannheimer Landtagsabgeordnete und Stadtrat Dr. Boris Weirauch zur Podiumsdiskussion „Dieselfahrverbot – Fluch oder Segen?“ eingeladen. „Die Luftverschmutzung ist nicht nur in Stuttgart ein Problem, auch in Mannheim werden Stickstoffdioxid-Grenzwerte seit Jahren regelwidrig überschritten“, stellte Weirauch im vollbesetzten Café Vogelfrei in der Innenstadt fest. „Es ist fünf vor zwölf – jetzt muss konsequent gehandelt werden“, begründet Weirauch die Dringlichkeit der Diskussion in Mannheim.

Die in Kürze anstehende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts über das Fahrverbot in der Stuttgarter Innenstadt sei auch für andere Städte wegweisend. Die Deutsche Umwelthilfe hatte auch für Mannheim eine Klage angedroht, an deren Ende möglicherweise Fahrverbote gerichtlich angeordnet werden könnten.

Auf dem Podium diskutierten gemeinsam mit Weirauch die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender und der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Rivoir. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion Ralf Eisenhauer.

Die Quintessenz: Fahrverbote sind kein Selbstzweck, jedoch müssen bereits kurzfristig Lösungen geschaffen werden, die die Luft in den Städten verbessern. Die Politik muss dafür die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, aber auch die Automobilwirtschaft steht hier in der Verantwortung, innovative Antriebs- und Kraftstoffstrategien in den Markt zu bringen.

„Wenn nicht gehandelt wird, bleibt den Gerichten nichts anderes übrig, als Fahrverbote anzuordnen“, warnt Weirauch vor den sozialen und wirtschaftlichen Folgen solcher Maßnahmen. Für Weirauch, der die Wirtschaftspolitik der SPD-Landtagsfraktion verantwortet, ist unabdingbar, dass der zwangsläufige Veränderungsprozess in der Automobilbranche nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden darf.

„Es muss ausreichend Möglichkeiten einer Qualifizierung für die Beschäftigten geben, damit sie in die Lage versetzt werden, die Herausforderungen zu meistern!“, unterstrich Weirauch die Forderungen der SPD nach einem Weiterbildungsfond auf Landesebene.

SPD-Verkehrsexperte Rivoir zeigt sich enttäuscht von der Landesregierung: „Grün-Schwarz ist mit seinem Latein am Ende. Anstatt Kommunen mit großzügigen Finanzmitteln auszustatten und eine kraftvolle Finanzierung für ÖPNV-Neufahrzeuge aufzulegen, sieht sie die Umrüstung von alten Schienenfahrzeugen und den Ausbau von Radschnellwegen als Allheilmittel gegen die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid. Das ist definitiv zu wenig!“

Die BUND-Landesvorsitzende Dahlbender hob hervor, dass ein generelles Umdenken in der Mobilität stattfinden müsse. Die Politik sei in der Pflicht, attraktive Umsteigemöglichkeiten weg vom Individualverkehr zu schaffen.

SPD-Fraktionschef Ralf Eisenhauer unterstrich dies und gab Einblicke in neue Verkehrskonzepte der SPD-Gemeinderatsfraktion, betonte jedoch auch, dass es für eine solche Verkehrswende die nötigen Mehrheiten in den Gemeinderäten geben müsse: „In Mannheim ist aktuell leider eher das Gegenteil der Fall.“

Homepage Dr. Boris Weirauch: Ihre starke Stimme im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de