Bei ihrer Klausurtagung in Biberach/Riss hat die SPD-Landtagsfraktion beschlossen, 2012 zum Jahr der ‚Guten Arbeit‘ zu machen und hier einen Schwerpunkt ihrer Fraktionsarbeit zu setzen.
Bei ihrer Klausurtagung in Biberach/Riss hat die SPD-Landtagsfraktion beschlossen, 2012 zum Jahr der ‚Guten Arbeit‘ zu machen und hier einen Schwerpunkt ihrer Fraktionsarbeit zu setzen.
Denn auch wenn Baden-Württemberg mit einer Erwerbstätigenquote von über 74 % sowie mit einer Arbeitslosenquote von etwa 4 % sowohl im Vergleich der Bundesländer als auch im Vergleich zu anderen Staaten der Europäischen Union relativ gut dasteht, gibt es auf dem Arbeitsmarkt aktuell und mittelfristig Probleme, die jetzt angegangen werden müssen. Schließlich gibt es reihenweise befristete, unsichere und unterbezahlte Arbeitsverhältnisse. Zudem haben viele junge Menschen Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden. Das Ziel für die SPD ist es, allen Menschen unseres Bundeslandes ein gutes Einkommen und gesellschaftliche Integration zu sichern. Gemeinsam mit Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Kammern und Verbänden sollen hierzu wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag bereits am Anfang der Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden.
Mit einem Tariftreuegesetz Unternehmen und Beschäftigte schützen
An vielen Stellen gibt es einen Wettbewerb um öffentliche Aufträge, bei dem Unternehmen mit Niedriglöhnen zum Zug kommen können. Das führt zu Einnahmeausfällen in der Sozialversicherung und letztlich auch zu niedrigen Renten. Ebenso werden Unternehmer aus dem Wettbewerb geworfen, die ihre Beschäftigten fair bezahlen. Deshalb wird die SPD-Landtagsfraktion ein Tariftreuegesetz auf den Weg bringen, denn „Unternehmen und Beschäftigte müssen geschützt werden“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Schmiedel.
Für einen gesetzlichen Mindestlohn und mehr branchenspezifische Mindestlöhne einsetzen
Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich weiterhin für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn und für mehr branchenspezifische Mindestlöhne ein. Während die CDU im Land und Bund nicht weiß, was sie will, ist für die SPD-Landtagsfraktion klar: „Gute Arbeit braucht Löhne, von denen die Menschen auch leben können“, so der Sozialexperte Rainer Hinderer.
Als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen und Gute Arbeit anbieten
Das Land Baden-Württemberg ist nicht nur selbst ein großer Arbeitgeber, sondern es ist auch selbst an vielen Unternehmen im Land beteiligt. Für alle Beschäftigten des Landes solle wieder ein Tarifvertrag gelten. Ausgliederungen, die nur deshalb vorgenommen worden seien, um die Tarifbindung zu verlassen, sollten zurückgeführt werden. Die befristeten Arbeitsverträge beim Land sollten auf die wirklich begründeten Fälle reduziert werden, kündigte Hinderer an.
Jedem Schulabgänger eine Ausbildung ermöglichen
Nach wie vor setze sich das Land unter anderem im Bündnis für Ausbildung bei der Wirtschaft dafür ein, ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen bereitzustellen, um den Bedarf an Fachkräften durch eigene Anstrengungen zu sichern. Doch nicht jeder Jugendliche könne über diesen Weg den angestrebten Ausbildungsplatz erreichen. Hier müsse ein Paradigmenwechsel stattfinden: jeder junge Mensch könne ausgebildet werden, eventuelle Schwächen müssten in den ersten Monaten der Ausbildung ausgeglichen werden. Bisher gängige Übergangssysteme sollten auf ein sinnvolles Maß reduziert und verstärkt Ausbildungen mit staatlicher Unterstützung gefördert werden. Die SPD-Landtagsfraktion werde hierzu in einem ersten Schritt in einer oder zwei Modellregionen den direkten Übergang für alle Jugendlichen in Ausbildung umsetzen, kündigten Schmiedel und Hinderer an. SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel machte deutlich: „Jeder junge 3 Mensch kann ausgebildet werden. Mangelnde Ausbildungsreife soll künftig kein Vorwand gegen einen Ausbildungsplatz sein.“
Mit einem eigenen Landes-Arbeitsmarktprogramm die Integration in den Arbeitsmarkt voranbringen
Die Finanzierung für die Integrationsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt erfolgt bisher nahezu ausnahmslos über den Bund oder die Europäische Union. Das Land habe hier kaum eigene Gestaltungsmöglichkeiten. Die SPD-Landtagsfraktion wird in Abstimmung mit Sozialministerin Katrin Altpeter MdL – wie einige andere Bundesländer auch – mit eigenen Mitteln aus dem Landeshaushalt landesspezifische Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration auf den Weg bringen. Eckpunkte hierzu werden in den nächsten Monaten erarbeitet.
Für mich stellt das Landesprogramm einen wichtigen Schritt zur Realisierung von Chancengleichheit dar. Denn wir helfen jungen Menschen mit Problemen, ihre berufliche Zukunft zu verbessern. Dies ist eine große gesellschaftliche Chance und wird auch die sozialen Folgekosten für die Kommunen verringern. Das SPD-Konzept geht den richtigen Weg.
Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen
18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de