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Die Freitagspost: „Was halten Sie vom Tanzverbot?“

Veröffentlicht am 17.04.2025 in Woche für Woche

Eine Freitagsposttradition ist, dass sie einmal im Jahr nicht am Freitag, sondern am Donnerstag in die Mailbox kommt. Aus Respekt vor Karfreitag finde ich, dass mein wöchentlicher politischer Diskussionsbeitrag da nicht so gut aufgehoben ist.

Für mich als evangelischer Christ ist der Karfreitag der höchste Feiertag – der hohe Tag – im Jahr. Und in unserer zum Glück pluralen und vielfältigen Gesellschaft, in der kein religiöses Bekenntnis in der Mehrheit ist, ist es immer wieder schön zu erleben, wieviel Respekt und Interesse es von allen an diesem Feiertag gibt.

Nun ist mir der Karfreitag aber nicht nur ganz persönlich, sondern früh auch schon juristisch und politisch begegnet. Ich bin ja seit 25 Jahren ehrenamtlicher Prüfer und stellvertretender Hauptausschussvorsitzender bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Und was viele nicht wissen: Die FSK-Ausschüsse treffen nicht nur eine Jugendschutzentscheidung, also das bekannte ab 6, ab 12, ab 16, sondern entscheiden auch, ob ein Film an den sogenannten „stillen Feiertagen“ gezeigt werden darf.

Und natürlich begegnen mir jedes Jahr als religionspolitischer Sprecher meiner Fraktion die gleichen Anfragen: „Was halten Sie vom Tanzverbot?“

Ich will die Frage heute mal an Sie und Euch weitergeben: Ist es sinnvoll, dass wir noch solche besonderen Regelungen für die stillen Feiertage haben? Muss man vielleicht einen Unterschied machen zwischen Feiertagen, die sich auf eine Religion beziehen wie Karfreitag oder die die gesamte Gesellschaft einbeziehen wie der Volkstrauertag? Und wenn es besondere Regelungen gibt: Was sollte erlaubt sein und was nicht?

Ich schreibe hier einmal, was ich dieses Jahr der DPA geantwortet habe:

„Ich bin davon überzeugt, dass sich die Feiertage über ihre Angebote und nicht über ihre Verbote definieren. Passt ein Fischerfest zum Karfreitag, aber ein Club- oder ein Kinobesuch nicht? Solche Abwägungen machen doch einen wertvollen Feiertag eher kleiner. Auch gerade für diejenigen, denen er nicht nur als freier Tag, sondern aufgrund seiner Bedeutung wichtig ist. Wir sollten auch an diesen Tagen mit Respekt und Toleranz aufeinander Rücksicht nehmen. Das entspricht den Werten der Feiertage mehr als ein Festhalten an und ein Durchpauken von Verboten.“

Ich freue mich auf Eure und Ihre Rückmeldungen und wünsche schöne Feiertage mit Familie und Freunden.

Foto der Woche

Unsere Kleidertauschparty war wieder ein Megaerfolg. Und für mich ein ganz besonders schöner und süßer Moment: Die SPD Schwetzingen und die AG 60 plus hatten für mich eine leckere Schokoplatte mit „Born to Landtag“. Vielen, vielen Dank!

Homepage Daniel Born

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