Zufallsfoto

Die Freitagspost: Margret Thatcher ist am Telefon – sie hätte gerne ihre Argumente zurück.

Veröffentlicht am 11.11.2022 in Woche für Woche

In der heutigen Freitagspost begründet Daniel Born, warum der Einsatz der SPD für das Bürgergeld so wichtig für unser Land ist.

Guten Morgen liebe CDU,

Margret Thatcher ist am Telefon – sie hätte gerne ihre Argumente zurück.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich diesen Freitag die Post nicht mit einem Gruß an die Leser*innen sondern an die CDU beginne – aber das, was wir derzeit erleben, erinnert einfach zu sehr an Thatcher und zu wenig an 2022. CDU und CSU haben die Mär vom „faulen Arbeitslosen, der nur eine knallharte Medizin“ brauche, zurück in die Debatte gebracht. Man kann nur den Kopf schütteln.

Worum geht es? Mit dem Bürgergeld startet Deutschland als funktionierender Sozialstart neu durch und schafft mehr Respekt, mehr Solidarität, mehr Chancen. Der Bürgerbegriff unserer Demokratie liegt diesem Neustart zugrunde und darum passt auch der Begriff Bürgergeld hervorragend. Menschen wollen sich eigenständig um ihr Leben und eine Arbeit kümmern – davon gehen wir aus. Und wer dabei Unterstützung braucht, soll sie bekommen: zielgerichtet, unbürokratisch, digital – und mit mehr Zutrauen, Vertrauen und Sicherheit. Wir wollen einen Sozialstaat als Partner, der den Menschen zur Seite steht. Das ist die Grundidee des Bürgergelds.

Worum geht es? Mit dem Bürgergeld startet Deutschland als funktionierender Sozialstart neu durch und schafft mehr Respekt, mehr Solidarität, mehr Chancen. Der Bürgerbegriff unserer Demokratie liegt diesem Neustart zugrunde und darum passt auch der Begriff Bürgergeld hervorragend. Menschen wollen sich eigenständig um ihr Leben und eine Arbeit kümmern – davon gehen wir aus. Und wer dabei Unterstützung braucht, soll sie bekommen: zielgerichtet, unbürokratisch, digital – und mit mehr Zutrauen, Vertrauen und Sicherheit. Wir wollen einen Sozialstaat als Partner, der den Menschen zur Seite steht. Das ist die Grundidee des Bürgergelds.

Der Bundestag hat das Bürgergeld gestern beschlossen. Und nun blockieren CDU und CSU. Und – das wurde gestern leider deutlich – dem grünen Ministerpräsidenten Kretschmann fehlt die Kraft, sich hier nicht vor den Blockade-Wagen von Friedrich Merz spannen zu lassen. Baden-Württemberg, obwohl gerade bei uns sehr viele Familien von den neuen Regeln profitieren werden, wird sich im Bundesrat enthalten und ist damit Teil der CDU/CSU-Strategie.

Und wie begründet die Union ihre Blockade? Indem sie jetzt wieder das Märchen vom „faulen Arbeitslosen“, der gerne zu Hause bleibt statt zu arbeiten, verbreitet. Ja, Margret Thatcher ist zurück. Eine Beleidigung gegenüber Millionen Menschen, die keine passende Arbeit finden oder nicht mehr arbeiten. Wer Erwerbslose gegen Menschen mit niedrigen Einkommen ausspielt, spaltet die Gesellschaft. Und wir sind derzeit in einer weltpolitischen Krise, in der wir uns nicht spalten lassen dürfen. Dabei ignorieren CDU und CSU auch gerne Fakten. Denn: Wer arbeitet, hat immer mehr Geld. Dafür sorgt der Erwerbstätigenfreibetrag, der heute schon bei Hartz IV gilt und den die SPD-geführte Bundesregierung mit dem Bürgergeld erhöht. Das soziokulturelle Existenzminimum muss immer gewährleistet sein, das hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2010 entschieden. Daraus folgt: Zu geringer Lohnabstand kann nicht mit niedrigen Sozialleistungen beantwortet werden, sondern nur mit gerechteren und höheren Löhnen. Dafür ist eine höhere Tarifbindung notwendig. Denn Tariflohn bedeutet höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Und außerdem führt gerade das Bürgergeld dazu, dass sich Arbeit wieder mehr lohnt. Künftig gilt: In den ersten zwei Jahren muss niemand aus der Wohnung ausziehen oder mühsam Erspartes sofort aufbrauchen. Damit erfüllen wir den Leitsatz „Leistung muss sich lohnen“ mit Leben. Wir sorgen dafür, dass die breite Arbeitnehmer*innenmittelschicht nicht in Existenznöte gerät.

Unser Sozialstaat ist eine der größten historischen Errungenschaften, die unser Land hat. Dieser Sozialstaat ist es wert, dass wir immer wieder für ihn und um ihn kämpfen, dass wir ihn weiterentwickeln und stets auf der Höhe der Zeit halten.

Die SPD tut genau dies – mit dem Bürgergeld und jetzt in der politischen Auseinandersetzung mit der Union.

Foto der Woche: Respekt vor einem ganz starken ehrenamtlichen Projekt. In dieser Woche habe ich Jugendliche der Freien Katholischen Jugend Affalterbach im Landtag empfangen. Seit 30 Jahren veranstaltet die Kirchengemeinde jährlich Zeltlager. Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal organisierten sie spontan für 15 Kinder von dort eine kostenfreie Teilnahme.

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de