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Die Freitagspost: Ein neues Klassenzimmer und ein Riesenrad

Veröffentlicht am 08.10.2021 in Woche für Woche

In der heutigen Freitagspost berichtet Daniel u.a. über seinen Besuch in einem neuen Klassenzimmer und über den Antrittsbesuch der griechischen Botschafterin.

Heute Morgen steht ein toller Termin in meinem Kalender: die Schüler*innen der Friedrich-Ebert-Schule in Eppelheim haben im Rahmen der kooperativen Berufsorientierung die FESCH-ARENA, ein neues Klassenzimmer im Außenbereich mit multifunktionellem Veranstaltungsbereich, gebaut. Und in ein paar Minuten steht die Eröffnung an.

Praxisorientierte Berufsorientierung ist so ein wichtiger Baustein, um das Grundrecht auf Berufsfreiheit – wozu auch die Berufswahlfreiheit zählt – überhaupt mit Leben zu erfüllen. Darum ist es mir auch ein Anliegen immer genug Praktikumsplätze in meinen Büros anzubieten. Damit junge Menschen einen Einblick nicht nur in meinen Beruf – Politiker ist ja kein Lernberuf – sondern in die vielen Berufe, die es im parlamentarischen Betrieb, in der Landesverwaltung und in der Politik gibt, aufzuzeigen.

Beim Abschlussgespräch mit den Praktikant*innen schildern die mir oft einen ähnlichen Eindruck, der mich darum beschäftigt: neben der Schreibtischarbeit und den Telefonaten die Vielzahl an Terminen. Und – so hat es mal eine Praktikantin formuliert – dass man morgens mit seiner Tagesmappe wie ein Koffer am Flughafen aufgegeben wird und dann eben entsprechend die Bahnen geht bis man spätnachts wieder am Punkt ankommt.

Heute ist ein gutes Beispiel für solch einen Koffer-am Flughafen-Tag: zuerst habe ich die Sitzung der Arbeitsgruppe „Gestaltung der Gedenktage“ mit Vertreter*innen der Opfergruppen und Verfolgtenorganisationen im Nationalsozialismus, dann die schon angesprochene Eröffnung der FESCH-Arena. Im Anschluss geht es in den Landtag, wo ich als Vizepräsident den Antrittsbesuch der griechischen Botschafterin abnehme und danach ist Sitzung des SPD-Landespräsidiums. Im Anschluss geht es zu einer Diskussionsrunde „Kirche und Politik im Gespräch“, wo ich mit Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, unserem Landesvorsitzenden Andreas Stoch und der Psychotraumatologin Brigitte Schmid-Hagenmeyer auf dem Podium über das Thema „Freiheit und Verantwortung: Prostitution im Fokus“ diskutieren werde.

Der Unterschied zu einem Koffer ist aber natürlich, dass dem Koffer natürlich seine Reise ziemlich egal ist. Mir nicht. Und das stellt alle vor mehr Herausforderungen. Mir liegen jede Diskussion und jedes Gespräch am Herzen. Am Mittwoch beispielsweise war ich nach der Landtagssitzung und vor einem Insta-Live-Termin zu Gast bei der Vollversammlung des Europäischen Jugendparlaments. Und wir haben so spannend Ideen ausgetauscht und leidenschaftlich diskutiert über Mobilität, Gleichstellung, Arbeit der Zukunft, Kampf gegen Vorurteile und ein vereintes Europa, das wir einfach zeitlich überzogen haben.

Und das gemeinsame Gespräch ist eben das wichtigste in meinem Beruf. Denn dann entstehen Impulse, um das Land besser zu machen. Und dieser Anspruch an einen selbst unterschiedet einen dann doch von einem Koffer …

Foto der Woche: Böse Zungen sagen: Politik dreht sich eben im Kreis. Aber ich finde es einfach klasse. Mitten im Stuttgarter Politikviertel um Neues Schloss, Landtag und Königin-Olga-Bau steht jetzt das Riesenrad. Und so hat sich der Blick von unserer SPD-Dachterrasse verändert. Leider hatte ich noch nicht die Zeit für eine Fahrt. Aber irgendwann klappt das schon.

Homepage Daniel Born

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