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Die Figur läuft im Bikini davon

Veröffentlicht am 18.03.2009 in Presseecho

Neckarau: Kesse Motten begeistern das Publikum in Gehrings Kommode
Die Figur läuft im Bikini davon

Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Lehmann

Es war wie ein coming out von Frauen im betagten Alter. Alles, aber auch wirklich alles wurde an diesem Abend von innen nach außen gekehrt: die Sorgen um ihre Schönheit, ihre Körperpflege mit Enthaarungswachs, Faltencremes oder der Schönheits-OP, die Malaisen mit dem Älterwerden, aber auch die Beziehung zum Partner, das Selbst- und Fremdbild zwischen Mann und Frau.

"Hast Du etwas Zeit für mich? Meine Brust gefällt mir nicht! 99 Luftballons, zwei genügen mir davon-€¦." Mit einer ungeheuren Komik, mit Witz und Humor sangen die Kessen Motten ihre Reimverse zu einem Potpourri aus bekannten Schlagerliedern der 60er und 80er Jahre, was das Zeug hielt. Nicht nur ihre Texte selbst, sondern auch die Textumformungen des bestehenden Liedmaterials waren urkomisch und zugleich höchst professionell und witzig vorgetragen. Barbara Eckert-Stahl, Birgit Tschirpke und Margot Appenzeller wurden von Arthur Weis am Klavier begleitet. Der "Quotenmann des heutigen Abends", wie er sagte, gab zwischendurch auch selbst einige Pointen zum Besten.
Die realen Dinge des Frauenlebens

Die Vier brachten den knapp 60 Personen in der voll besetzten Neckarauer Gehrings Kommode das näher, was Frauen sonst eher verschweigen oder sich heimlich unter Freundinnen erzählen.

Für ihre Offenheit und ihren überzeugenden Auftritt, für ihre humorvolle Sicht auf die realen Dinge des Frauenlebens ernteten sie - auch bei den Männern im Raum - tosenden Beifall. Als sie mit ihrem gekonnt schrägen Outfit den Schönheitsfimmel, das Klimakterium, die Inkontinenz oder auch den Bodyformer besangen, war das Publikum nicht mehr zu halten.

Wirklich köstlich war es, als die drei Frauen jenes Bekleidungsstück in beige mit rosa Federboa-Umrandung herauszogen und sangen: "Meine Figur läuft im Bikini davon. Ich brauch 'nen Bodyformer, der zaubert Kurven, wo sonst keine sind. 1,2,3, ja, wie komm ich da bloß nei?" Wie die Venus von Milo wollen sie damit aussehen - aber wie wird der Mann damit fertig? Auch dazu hatten sie gleich die passende Antwort parat: "Ich hoffe, bei ihm hält die Spannung, bis er mich aus dem Panzer geknackt hat-€¦ Ich bin ein Überraschungsei-€¦ Er geht an die Arbeit, macht meine Formen mühsam frei, doch alles kriegt er nimmer nei."
Kritischer Blick auf die Männer

Aber auch das männliche Wesen wurde kritisch betrachtet: "Es liegt ne Schiesser-Feinripp neben dem Bett, da war die Party richtig nett." Dazu passend hielten die "Motten" eine weiße Herrenunterhose im unerotischen XXL-Format hoch und liebkosten sie. Große Lacher ernteten die drei Frauen, als sie dann doch auch ein Mann sein wollten: "Die paar Zentimeter machen sehr viel her. Er kann die ganze Welt regier'n, und das schon nach drei Bier'n."

Die Veranstaltung wurde von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) zum Internationalen Frauentag organisiert, aber auch zum Wahlkampf für die Gemeinderatswahl am 7. Juni genutzt. Ihre Vorsitzende Dr. Claudia Schöning-Kalender begrüßte Stadtrat Ulrich Schäfer sowie ihre Vorgängerin Helen Heberer (MdL), Nazan Kapan, Evi Korta-Petry, die neben Schöning-Kalender für die SPD in den Gemeinderat einziehen möchte. Damit es ihnen allen gelingt, verteilte Schöning-Kalender an die Politikerinnen Maskottchen - am Ende der Veranstaltung auch an die Kessen Motten.

Mannheimer Morgen
18. März 2009

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

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