Zufallsfoto

Der Austausch von Minister Rau ohne eine neue Bildungspolitik ist ein reiner Marketinggag

Veröffentlicht am 24.02.2010 in Landespolitik

Die SPD-Fraktion hält den Aufbau der neuen Regierung von Ministerpräsident Mappus für wenig gelungen. „Mappus serviert lediglich alten Wein in neuen Schläuchen“, sagte Stoch. Ziel sei offensichtlich gewesen, einen abgehalfterten Kultusminister auszutauschen und den schwer notleidenden Verkehr dem dafür untauglichen Innenminister Rech zu entziehen.

Die SPD begrüßte zwar, dass Mappus ihrem Drängen nachgegeben und einen engstirnigen Kultusminister ausgetauscht habe. Der Ministerpräsident habe erkannt, dass eine Bildungspolitik mit der Galionsfigur Rau bei der Landtagswahl abgestraft worden wäre, sagte Stoch. „Aber wir befürchten, dass Mappus lediglich den Ressortchef austauschen und keine neue Inhalte setzen wollte.“ Schließlich habe die neue Ministerin bereits erklärt, dass sie keine strukturellen Veränderungen wolle. Das Land benötige aber eine grundlegende Verbesserung der Bildungspolitik, für die die CDU sich öffnen müsse. Schließlich habe die Fraktion und vor allem Mappus selbst als Fraktionschef das Vorgehen Raus vollständig unterstützt. „Der Austausch des Ministers ohne eine neue Bildungspolitik ist ein reiner Marketinggag und bringt den Schülern und Eltern im Land nichts“, sagte Stoch.

Dagegen hält die SPD es für eine Zumutung, dass Mappus es nicht geschafft habe, dem Land einen erneuten Finanzminister Stächele zu ersparen. „Weil der Ministerpräsident sich bei den innerparteilichen Machtkämpfen der CDU offensichtlich nicht durchsetzen konnte, muss Baden-Württemberg weiterhin einen skandalumwitterten Finanzminister ertragen“, sagte Stoch. Stächele trage eindeutig die Verantwortung für die CDU-Kies-Affäre und damit dafür, dass der Hochwasserschutz seit langem verschleppt worden sei. „Die Frage eines Untersuchungsausschusses zu der CDU-Kies-Affäre stellt sich mit der erneuten Ernennung von Stächele mit besonderer Dringlichkeit“, erklärte Stoch. Zudem sei nicht erträglich, dass Baden-Württemberg in seiner schwersten Finanzkrise einen Finanzminister habe, der selbst in den Koalitionsfraktionen für seine Unfähigkeit gerügt werde.

Auch die Übertragung des Verkehrsbereichs auf das Umweltministerium wird von der SPD kritisch gesehen. Der Verkehr habe zwar im Innenministerium ein Schattendasein geführt. Aber die jetzige Lösung sei erneut untauglich. „Was zu Zeiten von Umweltminister Mappus vielleicht angebracht schien, ist längst überholt“, sagte Stoch. Zwischen Umwelt- und Verkehrsfragen gebe es schließlich deutliche innere Widersprüche. Hier sei es Mappus offenbar lediglich darum gegangen, seine Umweltministerin mit einer stärkeren Kompetenz zu belohnen.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de