Das Kultusministerium arbeitet seit dem Regierungswechsel stetig am Ausbau der beruflichen Schulen im Land. Mehrere Maßnahmen wurden hierzu umgesetzt. Zum Beispiel wurde das neue Profil „Gesundheit“ gestartet, so dass gezielter für Berufe im Gesundheitsbereich ausgebildet werden kann. Im Schuljahr 2012/13 richteten die beruflichen Gymnasien zudem 50 zusätzliche Klassen ein. Im selben Jahr starteten im ganzen Land 15 neue sechsjährige berufliche Gymnasien, in Mannheim beispielsweise an der Carl-Benz-Schule. In den Klassen 8 bis 10 wurden die Profilfächer "Technik" sowie "Ernährung, Soziales und Gesundheit" eingeführt. Den beruflichen Schulen stehen darüber hinaus bis zu 60 Deputate für Ganztagsunterricht in den berufsvorbereitenden Bildungsgängen und im Berufskolleg zur Verfügung. Tatsächlich benötigt und eingesetzt wurden im Schuljahr 2011/12 allerdings deutlich weniger (ca. 32). Grund hierfür war hauptsächlich die rückläufige Klassenzahl. Die nicht eingesetzten Deputate verbessern die Unterrichtsversorgung. Zusammen mit anderen Maßnahmen senkte das Kultusministerium das strukturelle Defizit an den beruflichen Schulen binnen zwei Regierungsjahren erfolgreich auf 2,6 Prozent im Schuljahr 2012/13. Unter der CDU/FDP-Landesregierung war dieses durchgehend deutlich höher. Die Verbesserung der Unterrichtsversorgung geht in erster Linie auf die - gemessen am Schülerzahlenrückgang - weit überproportionalen Klasseneinsparungen durch die Schulen selbst zurück. Zur weiteren Verbesserung der Versorgungssituation wurden Gymnasiallehrkräfte für die Dauer von drei Jahren an berufliche Schulen im Umfang von 100 Deputaten abgeordnet und weitere 29 Stellen an die beruflichen Schulen umgeschichtet. Die Unterrichtsversorgung an beruflichen Schulen hat sich dadurch deutlich verbessert. Insgesamt stehen für die beruflichen Schulen zur Umsetzung von Handlungsempfehlungen der Enquetekommission in 2013 rund 4,3 Mio. € und in 2014 rund 5,3 Mio. € zur Verfügung, z. B. für individuelle Förderung, Inklusion oder die Weiterentwicklung des Übergangssystems. In Bezug auf die Stellenausschreibung hat das Kultusministerium für Verbesserungen gesorgt. Die beruflichen Schulen wurden in diesem Jahr für das vorgezogene Ausschreibungsverfahren jetzt schon insgesamt 300 Deputate zugewiesen. Damit stehen diesen deutlich höhere Stellenkontingente zur Verfügung als im vergangenen Jahr (120 Deputate). All diese Maßnahmen verbessern die Lehr- und Lernsituation der beruflichen Schulen in unserem Bundesland grundlegend. Hier zeigt sich erneut einmal, dass das Kultusministerium durch Taten überzeugt.


