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Daniel Born: "Zusammenhalt in Vielfalt ist der einzige Weg"

Veröffentlicht am 18.05.2020 in Pressemitteilungen

Anlässlich des Internationalen Aktionstages haben der queerpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Daniel Born und der Landes- und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPDqueer Hans-Dieter Straup dazu aufgerufen, im Einsatz für gleiche Rechte und Akzeptanz nicht nachzulassen.

Stuttgart. Seit 2005 wird der 17.Mai als Internationaler Aktionstag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, kurz IDAHOBIT, begangen um weltweit gegen Diskriminierung, Verfolgung und Bestrafung von queeren Menschen zu protestieren. Das Datum erinnert daran, dass am 17. Mai 1990 Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen wurde.

Die beiden Sozialdemokraten sind sich sicher, dass sich gerade jetzt in der Krise die Stärke einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft zeigt. „Zusammenhalt in Vielfalt ist der einzige Weg. Jeder der glaubt, dass man Homo- oder Transsexualität therapieren solle, tritt diesen Zusammenhalt mit Füßen. Darum ist der von der SPD durchgesetzte Schutz junger Menschen vor sogenannten Homo-Therapien ein wichtiger und überfälliger Schritt auf einem Weg gewesen, der unbedingt noch durch ein generelles Verbot dieser vermeintlichen Therapien zu Ende gegangen werden muss. Denn diese vermeintlichen Therapien sind dem Grunde nach medizinisch gar nicht zu rechtfertigen. Sie führen nachweislich eher zu schweren psychischen Beeinträchtigungen. Sie wirken traumatisierend und sind nicht selten suizidgefährdend. Sie heilen nicht, sie schädigen.“ fordern Born und Straup.

Für den queerpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Daniel Born ist es wichtig, am IDAHOBIT auch über den Tellerrand zu schauen: „LSBTTIQ-Rechte sind Menschenrechte. Aber überall in Europa arbeiten Populisten und Ewiggestrige mit vereinten Kräften daran, die Errungenschaften zurückzudrehen. Und in vielen Ländern weltweit werden queere Menschen verfolgt und tyrannisiert. Auch die Landesregierung darf nicht schweigen, wenn sie in Kontakt mit Ländern wie Burundi steht, wo offen zur Jagd auf Schwule aufgerufen wird.“

SPDqueer-Landesvorsitzender Hans-Dieter Straup misst diesem Aspekt besondere Bedeutung bei und greift Daniel Borns Gedanken auf: „Wir neigen in Zeiten von Corona dazu, uns einzuigeln. Wir vernachlässigen, dass  demokratische Verantwortung und solidarisches Handeln nur trägt, wenn es nicht national begrenzt verstanden wird. Wir müssen Europa queerpolitisch wieder viel mehr in den Blick nehmen.“

Straup sieht klar, dass nur in einem demokratisches Europa unsere demokratischen Grundsätze geschützt sind. „Ein Drittel Polens hat sich mittlerweile zu ‚LGBT-freien Gebieten‘ erklärt, eine schreckliche Entwicklung,“ findet er. „Eine derartige Ausgrenzung bereitet den Weg zur Verfolgung in unserem Europa.  Der IDAHOBIT muss damit auch unsere Landesregierung mahnen, hier nicht untätig zu bleiben. Unsere queerpolitischen Defizite gehen wir an, aber auch die oft viel größeren Probleme anderer Länder und Regionen wird die SPDqueer im Auge behalten.“

Born und Straup gehen schließlich auf die pandemiebedingten CSD-Absagen ein: „Die CSDs im Land werden bitter fehlen. Aber viele Themen bleiben weiter aktuell und müssen in diesem Jahr mit verstärktem virtuellen Einsatz Gehör finden. Die SPD wird wie beim CSD auch hierbei eine wichtige Botschafterin und Mitkämpferin sein.“

Homepage Daniel Born

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