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Daniel Born: „Notfallpraxis in Schwetzingen muss erhalten bleiben“ / Born wehrt sich gegen Schließungspläne

Veröffentlicht am 14.10.2024 in Wahlkreis

Schwetzingen. Landtagsabgeordneter Daniel Born läuft Sturm gegen die geplante Schließung der Notfallpraxis Schwetzingen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für die medizinische Versorgung in unserer Region. Gerade Familien und ältere Menschen sind auf diese Struktur angewiesen und bekommen nun von der Kassenärztlichen Vereinigung die kalte Schulter gezeigt.“ Sowohl die Auslastung als auch die bereits vorhandene starke Belastung der Praxen in Mannheim, Heidelberg und Speyer machten deutlich, so der SPD-Politiker, das man die Verantwortung nicht einfach auf den nächsten Standort schieben könne.

„Was ich besonders perfide finde ist, dass bei der Diskussion um die bereits fahrlässige Schließung des Standorts Waghäusel auch auf die Notfallpraxis in Schwetzingen verwiesen wurde. Und nun geht der Kahlschlag einfach weiter. Da merkt man doch: Da ist kein Konzept dahinter, sondern das ist blinde Schließungswut“, erläutert Born.

Insgesamt sollen laut bekannt gewordenen Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung 17 Notfallpraxen in Baden-Württemberg geschlossen werden. Daniel Born sieht dies auch insgesamt kritisch: „Innerhalb von 18 Monaten 30 Prozent aller allgemeinen Notfallpraxen im Land zu schließen, ist eine furchtbare Nachricht für die ambulante ärztliche Versorgung im Land. Darunter leiden die Kommunen, die sowieso schon ausgelasteten Krankenhäuser und ganz besonders alle Patienten, die besonders dringend versorgt werden müssen.“

Born fordert Sozialminister Manfred Lucha, der die Rechtsaufsicht über die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat, zum sofortigen Einschreiten auf. „Lucha muss den KV-Vorstand einbestellen und den unverzüglichen Stopp dieser Pläne durchsetzen. Wir sind ganz konkret in Schwetzingen auf seinen Einsatz angewiesen, denn sonst macht der KV-Vorstand ernst und unsere Praxis dicht“, so Born und führt aus: „Im Gegensatz zu Sozialministern in anderen Bundesländern hat er das bisher nicht getan, sondern der Kassenärztlichen Vereinigung sogar noch den Rücken gestärkt. Damit ist er politisch verantwortlich, dass die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg jetzt im ganzen Land die Notfallversorgung zusammenstreicht. Aber es besteht jetzt noch ein Zeitfenster, die medizinische Versorgung zu sichern.“

Homepage Daniel Born

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