Zufallsfoto

Daniel Born im Gespräch mit Schülern und Schülerinnen der Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen

Veröffentlicht am 22.10.2024 in Wahlkreis

Schwetzingen. Aktuelle politische Fragestellungen mit dem Landtagsvizepräsidenten zu diskutieren – diese besondere Gelegenheit hatten die Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe I der Carl-Theodor-Schule beim Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born. Lehrerin Nicola Höfs hatte ihn zusammen mit dem Wahlkurs „Politik und Gesellschaft“ sowie dem Geschichte-Kurs den Schwetzinger Bildungs- und Wohnungsexperten zu einem interaktiven Gesprächsformat eingeladen. Die Moderation des lebhaften Austauschs übernahmen Sofia Petridis und William Corbett. Im Mittelpunkt standen große Themen: Fragen nach Krieg und Frieden, nach Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen und der Zukunft Europas.

Besonders am Herzen lagen den Diskussionsteilnehmern die Kriege in der Ukraine sowie in Israel und den palästinensischen Gebieten. Daniel Born unterstrich die Notwendigkeit und Hoffnung auf eine Zweistaatenlösung und den Wunsch nach Frieden im Nahen Osten. „Ich wünsche mir, dass das Töten aufhört. Völkerrecht muss gewahrt werden – das gilt für beide Seiten.“ Born betonte, dass politische Lösungen und das Streben nach Gerechtigkeit auf beiden Seiten entscheidend seien, um eine friedliche Koexistenz zu erreichen, in der Israelis und Palästinenser in Freiheit und Sicherheit Nachbarn sein können. „Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten“, unterstrich der stellvertretende Parlamentspräsident. „Die Debatte, die wir hier gerade führen, könnten wir in keinem seiner Nachbarstaaten führen, weil dort die Meinungsfreiheit nicht gewährleistet ist.“

In den sehr intensiven Fragen zeigten die Schüler rund um Moderator William, wie intensiv und umfassend sie sich über die politische Lage informiert haben. Daniel Born bezog in der Debatte seine Position: „Nach dem Terrorangriff durch die Hamas muss Israel sich verteidigen dürfen. Und da wir viele enge Kontakte nach Israel haben, ist es wichtig, dass wir auch Kritik üben, wo Fehler passieren. Klar ist aber auch: Wer Kritik an Israel nutzt, um Antisemitismus zu verbreiten, agiert außerhalb unseres demokratischen Spielraums.“ Born berichtete in diesem Zusammenhang auch von seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw im vergangenen Jahr. Den Angriffskrieg Putins empfinde er als ein „tiefes Scheitern“ für die Sicherheitspolitik in Europa. Er führe noch einmal vor Augen, wie wichtig es sei unsere Demokratie zu schützen. Sein Wunsch: Dass Menschen frei und selbstbestimmt leben können und die Souveränität von Staaten nicht mehr angezweifelt wird. „Kein Volk auf der Welt ist für die Dunkelheit der Diktatur gemacht. Auch das russische Volk nicht. Unsere Haltung ist entscheidend. Mit ihr beeinflussen wir, dass Diktatur, Krieg und Menschenfeindlichkeit nie das letzte Wort haben.“

TikTok ist wichtiger als die Präsenz in vielen anderen Medien, so die Schülerinnen und Schüler

Doch nicht nur die aktuelle Sicherheitslage interessierte die Schülerinnen und Schüler, sondern auch der politische Alltag des SPD-Abgeordneten. So beantwortete der Schwetzinger Landespolitiker Fragen zu seinem Tagesablauf, zur Terminfülle und zu den Aufgaben eines Landtagsvizepräsidenten. Gefragt wurde er auch zur Rolle, die soziale Medien spielen, um politische Inhalte zu verbreiten. Born ist mittlerweile auch auf der Plattform TikTok vertreten. Es sei ihm wichtig, auch die junge Generation zu erreichen. Die spontane Abfrage unter den Anwesenden unterstrich: Dafür ist ein TikTok-Account deutlich wichtiger als die Präsenz in vielen anderen Medien.

Aber auch Themen direkt aus dem Schulleben kamen zur Sprache. So wurde zum Beispiel die Bedeutung des Musikunterrichts diskutiert. Schülerinnen und Schüler bemängelten, dass der Musikunterricht als wichtige Bildungskomponente zu kurz komme. Born zeigte Verständnis und betonte die Bedeutung der musikalischen Erziehung: „Viele Schülerinnen und Schüler haben nur in der Schule die Möglichkeit, zu musizieren und Grundlegendes über Musik zu lernen – unabhängig vom Elternbeutel und Bücherregal der Eltern.“

Und noch ein anderes Thema bewegte die Schülerinnen und Schüler, das auch eine Herzensangelegenheit des Fachpolitikers Born ist: Die Wohnungsnot vor allem in Großstädten, über die die zukünftigen Studierenden und Auszubildenden besorgt sind. Der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag betonte, dass, um dem Problem entgegenzuwirken, unter anderem die Förderung des sozialen und barrierefreien Wohnungsbaus notwendig sei. Gerade Aufstocken in leichter Holzbauweise schaffe Möglichkeiten, ohne der Natur immer mehr Fläche zu rauben.

Zum Abschluss der Diskussionsrunde betonte der Wahlkreisabgeordnete noch einmal: „Die Welt ist ein himmelschreiend ungerechter Ort. Aber sie ist nicht dazu verdammt, es zu bleiben. Deshalb: Bringt euch ein, erhebt eure Stimme, übernehmt Verantwortung für eine gute Zukunft. Das ist es, was unsere Demokratie stark macht.“

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de