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Daniel Born besucht Tagesmutter Natascha Schwenzer / Kindertagespflege ist tragende Säule der frühkindlichen Bildung

Veröffentlicht am 15.05.2023 in Wahlkreis

Hockenheim. Spannend ist er, der Mann, der die vier Mädchen im Alter zwischen ein und zwei Jahren und ihre Tagesmutter Natascha Schwenzer am vergangenen Freitag in Hockenheim besucht hat – und nach kurzer In-Augenscheinnahme ist er ein willkommener Spielkamerad. Beim Besuch der Hockenheimer Tagespflegestelle wird Daniel Born, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für frühkindliche Bildung, schnell in den Betreuungsalltag mit seinen Multitasking-Anforderungen integriert: Mitspielen, Streit schlichten, Nase putzen, nebenbei das Mittagessen vorbereiten. An diesem Vormittag stellt sich sogar noch eine zusätzliche Aufgabe: Sich dabei über die politischen Fragen austauschen, die sich aktuell in der Kindertagespflege stellen. Aber das anspruchsvolle Vorhaben gelingt.

Anlass für den Besuch von Landtagsvizepräsident Born bei Natascha Schwenzer, die seit 2015 in ihren liebevoll gestalteten Räumen in Hockenheim Kinder bis zum dritten Geburtstag betreut, ist die Woche der Kindertagespflege. Zum fünften Mal koordiniert der Verband der Kindertagespflege diese Aktionswoche. Ziel ist es, der Öffentlichkeit deutlich zu machen, was Kindertagespflege leistet, wie Kindertagespflegepersonen arbeiten und welche Herausforderungen in ihrem Berufsfeld bestehen. Ein Anliegen, das der Schwetzinger SPD-Abgeordnete, der bereits seit 2016 dem Ausschuss für Jugend, Kultus und Sport angehört, teilt.

Natascha Schwenzer weiß, was Eltern an der Kindertagespflege schätzen: „Die hohe Flexibilität, die wir anbieten, hilft Eltern Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren. Und für Kinder unter drei Jahren ist die Betreuung in einer kleinen, familiennahen Gruppe ideal.“ Die Kinder, die bei ihr betreut und gefördert werden, integriert sie auch in ihr eigenes Familienleben. Die vier Mädchen haben mit Schwenzers eigener Tochter dadurch eine große Schwester auf Zeit. Auch ihr Mann unterstützt sie sehr und ist bei den Kindern beliebt. Miteinander spielen, lernen, die Umgebung erkunden – jeder Tag ist für die Tagespflegekinder eine Entdeckungstour voller Entwicklungsimpulse. Schwenzer verbindet hohe persönliche Zufriedenheit mit ihrem Beruf – auch wenn sie wie alle Kindertagespflegepersonen mit Herausforderungen konfrontiert ist. Da sind zum Beispiel die steigenden Lebenshaltungskosten in allen Lebensbereichen, von denen Kindertagespflegepersonen besonders betroffen sind: „Obwohl kürzlich der Stundensatz und die Betriebskostenpauschale leicht angehoben wurden, bleibt es für viele schwierig, mit dem Einkommen über die Runden zu kommen. Die Kinder sollen trotz Preissteigerungen ja nicht frieren und weiterhin täglich frisches Essen bekommen“, erklärt die qualifizierte und erfahrene Tagesmutter.

„Die Kindertagespflege ist eine tragende Säule der frühkindlichen Bildung und ein unverzichtbarer Bestandteil der Kinderbetreuung in unserem Land. Die Plätze werden dringend gebraucht. Zu den Rahmenbedingungen, die stimmen müssen, gehört, dass Kindertagespflege angemessen vergütet wird. Deshalb setzt sich die SPD dafür ein, dass die laufende Geldleistung von derzeit 7,50 € auf 9,50 € pro Kind und Stunde erhöht wird“, verweist Bildungsexperte Born auf die Forderung seiner Partei nach einer Initiative für die Kindertagespflege.

Fortbildungen zu absolvieren ist Pflicht für Tageseltern. Die erforderlichen Fortbildungseinheiten müssen derzeit aber in der Freizeit erbracht werden. „Ein Unding“, meint Natascha Schwenzer. „Kosten für Pflichtfortbildungen sollten grundsätzlich übernommen werden. Die Fortbildungen, die das Landratsamt anbietet und die für Kindertagespflegepersonen kostenfrei sind, sind immer schnell ausgebucht. Für die Angebote vieler anderer Bildungsträger werden die Kosten nicht übernommen. Außerdem sollte Fortbildungszeit als Arbeitszeit bezahlt werden.“

Für den hiesigen Landtagsabgeordneten ist klar, dass alle Aufgaben, die die Arbeit mit den Kindern flankieren, finanziell honoriert werden müssen: „Die Arbeitszeit von Kindertagespflegepersonen umfasst weit mehr als die reine Betreuungszeit. Elterngespräche, Entwicklungsdokumentation und die Kooperation mit Netzwerkpartnern sind die Basis der pädagogischen Arbeit und müssen finanziell berücksichtigt werden.“ Nicht nur die Modalitäten der Bezahlung unterscheiden sich, je nachdem wo eine Tagespflegeperson Kinder betreut. Auch die Förderung für Kinder nach dem dritten Geburtstag, wenn Eltern keinen direkten Anschlussplatz in der Kita finden, und die Regelungen zur Krankheitsvertretung variieren von Kommune zu Kommune.

Auch hier sieht Born Handlungsbedarf: „Die Rahmenbedingungen müssen regional angeglichen werden, denn die pädagogische Arbeit, die Tagespflegepersonen leisten, ist überall gleich wertvoll. Die grün-schwarze Landesregierung kann sich hier nicht zurücklehnen, sondern muss die Kindertagespflege weiter stärken“, appelliert Born an die Adresse der Regierung.

Homepage Daniel Born

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