Zufallsfoto

Daniel Born auf Schulbesuch in der 10. Klasse des PG Schwetzingen

Veröffentlicht am 06.12.2018 in Pressemitteilungen

Daniel Born hat am "Tag der freien Schulen" das Privatgymnasium in der Schwetzinger Hebelstraße besucht.

Schwetzingen. Das Debattieren und Diskutieren gehört für den Schwetzinger Landtagsabgeordneten zum Berufsalltag. „Aber so eine Diskussionsrunde mit jungen Leuten ist immer etwas ganz Besonderes: denn da geht es um die wirklich wichtigen Themen und es wird knallhart nachgehakt. Teppichflucht unmöglich!“ so der SPD-Politiker.

Gleich nachdem Born aus seinem Arbeitsalltag berichtet, eine Übersicht über seine parlamentarische Tätigkeit in Stuttgart mit den drei Ausschüssen Bildung, Wirtschaft und Umwelt gegeben sowie von den vielen Bürgeranfragen im Wahlkreis berichtet hatte, rührten die Schüler mit der ersten Frage in einer Wunde: „Wie kommen die Volksparteien wieder zu mehr Stimmen? Was muss die SPD tun und wie gewinnt man die Mitte?“ Born konterte: „Die SPD-Idee vom sozial gerechten Land, in dem die Menschen zusammenhalten, ist doch gar nicht so angestaubt. Das ist für mich ziemlich viel Mitte. Da möchte ich gerne mehr erklären, dass die SPD für eine solidarische Sammlung über alle Bevölkerungsschichten steht. Menschen und gute Arbeit zusammenzubringen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gute Luft in unseren Städten – dafür lohnt es sich, politisch engagiert zu sein. Darum muss die SPD wieder aufzeigen, dass es Sinn und Freude ergibt, solidarisch und gemeinwohlorientiert zu handeln.“

In der von Gemeinschaftskundelehrerin Isabell Hoffmann geleiteten 45-minütigen Diskussion wurden viele Themen angesprochen, denn die Schüler hatten sich bestens vorbereitet. Von der Mietpreisbremse über die Oberstufenreform, vom Informatikunterricht bis zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, von Integration bis Europa – Born stand Rede und Antwort.

Im großen Themenbereich Bildung nahm Born, der in seiner Fraktion Sprecher für frühe Bildung und Grundschulen ist, auch noch einmal zur Diskussion über die Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung Stellung: „Weder die Regierung aus Grünen und CDU noch die SPD-Opposition wollen zur Verbindlichkeit zurück. Viel wichtiger ist es, nach der 4. Klasse ausreichend Beratungszeit zwischen Grundschullehrern und Eltern um das beste Angebot für das Kind zu finden. Die Lehrer leisten hier eine großartige Arbeit und die Eltern treffen ihre Wahl höchst verantwortungsvoll. Wichtig ist aber, dass wir eine vielfältige Schullandschaft haben, so dass das beste Angebot auch in räumlicher Nähe ist.“ erklärte Born. Einen Extraapplaus erntete Born am Ende der Unterrichtstunde mit einer Einladung in den Landtag: „Jetzt hab ich euch bei der Arbeit besucht, jetzt müsst ihr aber auch einmal mich bei der Arbeit besuchen.“ meinte der Parlamentarier.

Im anschließenden Fachgespräch mit den Schulleitern Uwe Rahn und Jörg Bader erkundigte sich Born nach aktuellen Themen, wobei ihn besonders der Umsetzungsstand des Sonderungsverbotes und die Gestaltung des Ganztags interessierten. Rahn erläuterte, dass mit dem Privatschulgesetz zwar nun die staatlichen Zuschüsse stabil seien, aber gerade der hohe Verbeamtungsgrad des Kollegiums und die daraus resultierenden Folgekosten nicht abgebildet seien. „Hier sind die freien Schulen sehr unterschiedlich, denn bei uns sind viele Lehrer im Beamtenverhältnis und dadurch haben wir hohe Abgaben an das Land zu leisten, die andere freie Schulen nicht bezahlen müssen.“ so Uwe Rahn.

Born ergänzte, dass für ihn der Grund für freie und staatliche Schulen sein müsse, dass es nur so weitgefächerte pädagogische Angebote und in der Folge für die Eltern eine echte Wahlfreiheit geben könne. Darum sei ein funktionierendes Sonderungsverbot aber genauso entscheidend wie der mögliche biografische Wechsel von Lehrern aus dem staatlichen in den freien Schulbereich und umgekehrt. Darum nehme er den Hinweis gerne mit, dass bei den gesetzlichen Regelungen dies ausreichend zu berücksichtigen ist. Im Zusammenhang mit der Wahlfreiheit erläuterte Jörg Bader dem Abgeordneten das gebundene Ganztagsschulkonzept mit rhythmisiertem Unterricht und Hausaufgabenfreiheit. Das integrative Hausaufgabenkonzept lobten auch die Schüler als ausgesprochen sinnvoll.

„Ich setze mich dafür ein, dass wir auch hier mehr Wahlfreiheit für die Eltern haben. Mit dem gebundenen Ganztag machen wir ja schon in den Gemeinschaftsschulen sehr gute Erfahrungen und wir sollten dies als weitere Möglichkeit nach Entscheidung vor Ort auch für andere Schulen im Sekundarbereich aufnehmen.“ so Daniel Born.

Das Pädagogische Konzept des PGS, das als Ganztagsgymnasium in der baden-württembergischen Schullandschaft eine Rarität darstellt, erläuterte Uwe Rahn und erwähnte, dass es durchaus Schwierigkeiten mit sich bringen könne, ein innovatives Schulkonzept anzubieten: „Die Bezuschussung über das Bruttokostenmodell des neuen Privatschulgesetzes ist lediglich auf Halbtagsgymnasien ausgelegt. Gymnasien, die gebundenen Ganztagsunterricht leisten und dadurch einen erhöhten Finanzierungsbedarf haben, werden darin schlicht nicht berücksichtigt.“ Auch die auf alle öffentlichen Schulträger zukommende Verteilung der vom Bund zur Verfügung gestellten Gelder zur Digitalisierung aller Schulen, wurde angesprochen. Der Verband der Privatschulen hofft, dass der entsprechende Anspruch der Schulen in freier Trägerschaft gewährleistet wird.

Der Bildungspolitiker fasste noch einmal zusammen: „Über viele Jahrzehnte hinweg wurden bildungspolitische Debatten stark ideologisch geführt. Das finde ich falsch. Kinder müssen und dürfen nicht zu einer Ideologie passen – sondern das Angebot muss zum Kind passen. Darum brauchen wir Vielfalt und Qualität in der Schullandschaft und ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern, damit jedes Kind alle Chancen bekommt.“

Homepage Daniel Born MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de