Zufallsfoto

Bundesweites Fachgespräch zum baden-württembergischen Modell der praxisintegrierten Erzieherausbildung

Veröffentlicht am 14.10.2014 in Landespolitik

Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Mit diesem Ausbildungsmodell ist es uns gelungen, den Erzieherberuf auch für neue Zielgruppen attraktiver zu machen. Auch angesichts der Flüchtlingsthematik bietet diese Ausbildung großes Potenzial für Kindertageseinrichtungen.“

Rund 30 Expertinnen und Experten der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung aus Bund, Ländern, Kommunen, Trägern und Stiftungen tauschten sich heute (14. Oktober) in Berlin in der Landesvertretung Baden-Württemberg über Möglichkeiten aus, Fachkräfte für Kindertageseinrichtungen zu gewinnen. Ein bundesweit einzigartiges Modell ist die praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA) in Baden-Württemberg. „Mit der praxisintegrierten Erzieherausbildung ist es uns gelungen, das Berufsbild insgesamt attraktiver zu machen und insbesondere auch neue Zielgruppen wie Männer oder Menschen mit Migrationshintergrund als Fachkräfte für den Erzieherberuf zu gewinnen. Angesichts aktueller Herausforderungen, wie etwa dem Zustrom von Flüchtlingen mit ihren Kindern, liegt in diesem Ausbildungsmodell großes Potenzial für Kindertageseinrichtungen“, erklärte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg.

 

Kontinuierlich hoher Zuspruch

PIA ist im Schuljahr 2014/2015 erneut sehr erfolgreich gestartet. An den Fachschulen für Sozialpädagogik haben über 1.416 Schülerinnen und Schüler die Ausbildung begonnen. Damit steigt die Zahl der Ausbildungsplätze erneut. „Der große Zuspruch zeigt, dass es uns gelungen ist, die Zielgruppe für eine Erzieherinnen- und Erzieherausbildung zu erweitern “, betonte v. Wartenberg.

 

Ausbildungsmodell von Kitaträgern sehr gut akzeptiert

Bei diesem Ausbildungsmodell erhalten die angehenden Fachkräfte - anders als in der konventionellen vollschulischen Ausbildung - im ersten Ausbildungsjahr rund 793 Euro, im zweiten rund 843 Euro und im dritten rund 889 Euro. Diese Form der Erzieherausbildung wurde erstmals im Schuljahr 2012/2013 an 13 öffentlichen und 13 privaten Schulen angeboten und ist mit 577 Schülerinnen und Schülern mit Ausbildungsvertrag gestartet. Im vergangenen Schuljahr (2013/2014), in dem die Ausbildung zum zweiten Mal angeboten wurde, haben 1.223 Schülerinnen und Schüler mit Ausbildungsvertrag die Ausbildung begonnen. Das waren 644 Schüler mehr als im Vorjahr, die Zahl hatte sich in Runde zwei somit bereits verdoppelt. Im aktuellen Schuljahr 2014/2015 sind insgesamt 65 Klassen beteiligt (32 Klassen an öffentlichen Schulen, 33 Klassen an privaten Schulen). „Dieser starke Ausbau zeigt, dass dieses Ausbildungsmodell von den Trägern von Kindertageseinrichtungen und von den zukünftigen Auszubildenden sehr gut akzeptiert ist“, sagte v. Wartenberg. Allein unter dem Aspekt der Personalentwicklung und Personalbindung biete das Modell große Anreize für die Einrichtungen. Von den Bewerberinnen und Bewerbern werde neben der Ausbildungsvergütung insbesondere der höhere Anteil praktischer Ausbildung in den ersten beiden Jahren als attraktiv betrachtet. Besonders erfreulich sei, dass durch das Ausbildungsmodell auch mehr Männer angesprochen werden: Über 15 Prozent sind männliche Auszubildende.

 

Bewerber spiegeln Vielfalt der Lebenswelten wider

Wie bereits im vergangenen Schuljahr zeigt sich, dass die praxisintegrierte Erzieherausbildung viele Bewerberinnen und Bewerber mit Hochschulzugangsberechtigung oder mit abgeschlossener Berufsausbildung anspricht. Insgesamt haben rund 45 Prozent (640) der Auszubildenden Abitur oder Fachhochschulreife und rund 17 Prozent (246) haben bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen. Die Bandbreite an Berufen ist vielfältig. Es finden sich beispielsweise auch Bankkaufleute, Biologielaboranten oder Floristinnen darunter.

 

Bemerkenswert ist auch die große Altersspanne bei den Auszubildenden. Rund zehn Prozent der Auszubildenden (147) sind unter 18 Jahren. Rund 63 Prozent der Auszubildenden (889) sind 18 bis 25 Jahre alt, rund 11 Prozent (155) sind zwischen 26 und 30 Jahre alt, rund 15 Prozent (219) sind zwischen 31 und 50 Jahren und rund 0,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler (6) sind über 50 Jahre alt. „Diese Altersmischung ist für die Schulen und Einrichtungen natürlich eine Herausforderung. Aber vor allem ist sie eine große Bereicherung, da die angehenden Erzieherinnen und Erzieher die Vielfalt der Lebenswelten widerspiegeln und sich mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen in den Kitas einbringen“, sagte die Staatssekretärin.

 

Auch die kommunalen Landesverbände und die Trägerverbände von Kindertageseinrichtungen bewerten das Ausbildungsmodell sehr positiv. Derzeit werden die Träger, Schulen, Schüler und Praxisanleiter zu ihren Erfahrungen mit der praxisintegrierten Erzieherausbildung befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden zu einem Evaluationsbericht zusammengestellt und anschließend veröffentlicht.

 

 

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen

01.09.2026 18:01 Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln
Der Fund der mit Sprengstoff beladenen Drohne auf dem Leipziger Flughafen beruht auf einer durch Russland gesteuerten Aktion. Es ist wichtig, dass die Bundesregierung darauf entschieden reagiert und den Aggressor konkret benennt. Die nun angekündigten Maßnahmen sind zu begrüßen. Russland muss unmissverständlich klargemacht werden, dass Angriffe auf deutschem Boden nicht folgenlos bleiben. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:… Russische hybride Angriffe: Bundesregierung muss entschlossen handeln weiterlesen

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de