Laufzeitverlängerung mehr als verantwortungslos - gemeinsame Pressemitteilung von Ute Vogt und Peter Friedrich
Laufzeitverlängerung mehr als verantwortungslos - gemeinsame Pressemitteilung von Ute Vogt und Peter Friedrich
Brennstäbe aus deutschen Atomkraftwerken verschwinden zum Teil offenbar im Nirwana.
Denn zum Verbleib von in deutschen Atomkraftwerken benutzten Brennstäben nach deren Transport zur Wiederaufarbeitung hat die Bundesregierung eigenen Angaben zufolge nur sehr löchrige Informationen.
Das geht aus der nun vorliegenden Antwort auf eine Kleine Anfrage (Bundestagsdrucksache. 17/3258) der SPD im Bundestag hervor. Es liegen kaum Angaben darüber vor, was mit den strahlenden Resten genau passiert. Die Bundesregierung konnte nicht beantworten, wo die außerhalb Deutschlands befindlichen Brennstäbe lagern und konnte nur lückenhafte Angaben zur genauen Weiterverwendung machen.
Ute Vogt sieht ihre Befürchtungen bestätigt: "Ich finde es schockierend, dass die Bundesregierung hierzu nichts weiß und offensichtlich auch nichts wissen will", beurteilt die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete die Stellungnahme. Auch Peter Friedrich, Generalsekretär der Südwest-SPD, sieht den geringen Kenntnisstand kritisch: "Frei nach dem Motto 'was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß' werden hier die Augen vor der Realität verschlossen.", so der Konstanzer Abgeordnete.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass durch die von CDU und FDP getragene Laufzeitverlängerung, die voraussichtlich am Donnerstag vom Deutschen Bundestag beschlossen wird, ein zusätzlicher Bedarf von 4.400 Tonnen Uran/Brennstoff entsteht, wie aus der Antwort hervorgeht.
"Längere Laufzeiten führen zu noch mehr Atommüll", so Mitinitiatorin Ute Vogt, die für die SPD im Untersuchungsausschuss Gorleben sitzt und aus erster Hand weiß, welche Probleme der strahlende Sondermüll verursacht, wenn er für hundertausende von Jahren abgeschottet von der Umwelt eingelagert werden soll.
In einer von Ute Vogt und Peter Friedrich initiierten Kleinen Anfrage hatte die SPD-Bundestagsfraktion die Bundesregierung bezüglich der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente befragt (Bundestagsdrucksache 17/3528).
Bis zum Jahr 2005 wurden benutzte Brennelemente aus deutschen Reaktoren zur Wiederaufarbeitung ins britische Sellafield und ins französische La Hague geliefert. Nicht alle Uranstäbe wurden aber dort aufgearbeitet. Seit den 1990er Jahren kam es zu Exporten nach Russland, wo durch Vermischung der abgebrannten Brennelemente mit Uran aus russischen Militärbeständen - Experten sprechen von Blending - neue Brennstäbe für deutsche Kraftwerke entstehen.
Brisanz gewinnen diese Urangeschäfte mit Russland vor allem des-halb, weil quasi als Nebenprodukt Brennstäbe produziert werden, die in Reaktoren vom Typ Tschernobyl Verwendung finden können.
Studien von Greenpeace Schweiz zufolge ermöglicht diese Praxis es Russland überhaupt erst, die heftig international umstrittenen Reaktoren weiter zu betreiben. Ohne Reste, die bei der Aufarbeitung westeuropäischer Brennelemente anfallen, wäre Studien zufolge der Brennstoff für diesen Reaktortyp bereits ausgegangen.
Auch die Bundesrepublik drängt Russland seit Jahren, die als unsicher geltenden Reaktoren endgültig vom Netz zu nehmen.
Homepage Peter Friedrich
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen
09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen
26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen
25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen
14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de