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Borns Sommerabende: Schatzsuche im Tabakmuseum / Daniel Born: „Wir bekommen Veränderungen und Wandel hin“

Veröffentlicht am 21.08.2022 in Wahlkreis

Daniel Born: „Gerade in diesem Hitzesommer mit seinen fatalen Auswirkungen für Menschen, Tiere, Flüsse, Wälder aber auch für die Landwirtschaft wird uns doch allen klar, dass wir neue Wege im Naturschutz, in der Energieversorgung oder der Mobilität gehen müssen.“

Hockenheim. Die mittlerweile elfte Ausgabe der „Sommerabende im Museum“ führte Landtagsvizepräsident Daniel Born und seine Gäste ins Tabak-Museum nach Hockenheim, das 1984 eröffnet wurde und in zahlreichen, liebevoll aufbereiteten Details über die Historie des Tabaks und seiner Verarbeitung in der Rennstadt informiert. Der Abend startete traditionell mit einer unterhaltsamen und informativen Führung durch die Ausstellung: Museumsleiter Karl-Heinz Auer brachte den Gästen die Geschichten hinter den unzähligen Erinnerungsstücken des Museums von der Tabakpresse bis zum Raucherzubehör nahe und schlug einen beeindruckenden Bogen von der Entdeckung Amerikas – und damit des Tabaks – über die Hochkonjunktur des Tabakanbaus in der Region bis in die heutige Zeit, in der es in Hockenheim keine Zigarrenfabrik mehr gibt und der Tabakanbau stark zurückgegangen ist.

Die Führung durch das Museum ließ die lange Tradition des Tabakanbaus und seiner Verarbeitung für die zahlreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen, darunter der Hockenheimer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jakob Breunig und der Vorsitzende der Jusos Rhein-Neckar, Pascal Wasow, lebendig werden und zeigte, wie die Tabakproduktion der Gemeinde einst zu Ansehen und Auskommen verholfen hat. Die Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Kirchen, das Hockenheimer Rathaus und der Wasserturm sind heute noch Zeugen jener Zeit, in der der Tabak und seine Folgeprodukte wirtschaftlichen Erfolg und Reichtum begründeten.

1860 wurde die erste Zigarrenfabrik in Hockenheim gegründet und weitere folgten, bis in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts weit über 2000 Frauen und Männer in den ansässigen Zigarrenfabriken arbeiteten. Oft waren es Frauen, die in der Fabrik oder in der heimischen Küche mit Geschick und handwerklicher Kenntnis die Zigarren produzierten und damit einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Familie leisteten.

„Sich an die große Bedeutung des Tabaks für unsere Region zu erinnern, heißt ja auch sich bewusst zu werden, dass wir Veränderungen und Wandel hinbekommen. Wir können neue Wege gehen. Und gerade in diesem Hitzesommer mit seinen fatalen Auswirkungen für Menschen, Tiere, Flüsse, Wälder aber auch die Landwirtschaft wird uns doch allen klar, dass wir neue Wege im Naturschutz, in der Energieversorgung oder der Mobilität gehen müssen und können“, so der SPD-Politiker Born und ergänzt: „Und wenn wir das klug machen, dann gehen wir das nicht wie ein Reparaturbetrieb an, sondern mit dem Willen, einen sozialen, ökologischen und technischen Fortschritt für alle zu erzielen.“

An die Museumsführung schlossen sich bei einem kleinen Imbiss interessante Gespräche in sommerlich-entspannter Atmosphäre vor dem Tabak-Museum an. „Diesen Teil des Abends schätze ich ganz genauso wie die gemeinsame Entdeckungsreise in der Ausstellung, denn das gute Gespräch gehört ohne Frage zum Sommerabend im Museum“, betont der Schwetzinger Wahlkreisabgeordnete: „Die Gespräche an einem solchen Abend, die sich an die Erinnerungen rund um unsere Traditionen und die Entwicklungen in unserer Region anschließen, sind ungemein wichtig für mich, um das, was die Menschen in meiner Heimat bewegt, mit in den Landtag zu bringen.“

Im Gespräch mit dem Landtagsvizepräsidenten Born erinnerte sich Siegfried Sessler aus Brühl im Gespräch daran, als kleiner Junge seinem Großvater bei der Ernte und beim Auffädeln und Aufhängen der Tabakblätter geholfen zu haben. „Es war wunderbar, die damaligen Erinnerungen aufzufrischen“, bedankte er sich stellvertretend für die Gäste für den schönen Abend.

Homepage Daniel Born

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