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Born: „Wird die Erhebung durchgeführt, bedeutet sie für die Schulen mehr Arbeit, aber keine Abhilfe“

Veröffentlicht am 30.10.2018 in Landtagsfraktion

Daniel Born, Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion, zu der Ankündigung des Kultusministeriums, nach den Herbstferien eine zweite Vollerhebung zum Unterrichtsausfall durchzuführen: „Ziel der Vollerhebung des Unterrichtsausfalls muss es sein, die Versorgungslage der Schulen zu verbessern und die Daten als Grundlage für eine neue Personalplanung zu nutzen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann zeigt sich in dieser Hinsicht jedoch wenig inspiriert. Die Forderung der SPD-Landtagsfraktion, die Krankheitsreserve unverzüglich um 20 Prozent auf 2.000 Lehrkräfte zu erhöhen, ignoriert sie ebenso wie die nach festen Zielgrößen wie einem Versorgungsgrad jeder Schule von 106 Prozent und einem aufgestocktem Entlastungskontingent. Das sind jedoch kurz- und mittelfristige Maßnahmen, die den Schulen eine echte Verbesserung in Aussicht stellen.

Unser Anspruch muss einfach höher sein als die Sicherung des völlig unzureichenden Status quo an den Schulen. So müsste die Erhebung z.B. auch berücksichtigen, was bereits zu Beginn des Schuljahres an Unterricht, Förderangeboten und Arbeitsgemeinschaften gestrichen werden musste und im Stundenplan daher gar nicht erst auftaucht. Auch die Realität an den Grundschulen wird mit der geplanten Form der Datenabfrage nicht abgebildet. Wird die Erhebung in dieser Form durchgeführt, bedeutet sie für die Schulen vor allem mehr Arbeit, aber keine Abhilfe. Und nun die schulischen Personalvertretungen an den Pranger zu stellen, ist fadenscheinig und peinlich. Ein Minimum an Anstand hätte es geboten, sich mit den Gründen für das vermeintliche Aufbegehren der Hauptpersonalräte ebenso öffentlich auseinanderzusetzen wie die Kritik an ihnen nun geäußert wird. Stattdessen inszeniert sich Ministerin Eisenmann einmal mehr als Verfechterin der Transparenz, der unnötige Steine in den Weg gelegt werden. Dass dies nur die halbe Wahrheit sein kann, erschließt sich von selbst.“

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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