Zufallsfoto

Born: "Gute Politik muss sich auch korrigieren können und Fehler eingestehen"

Veröffentlicht am 11.12.2012 in Wahlkreis

Oftersheim. Am Montag den 10.12.2012 war Daniel Born, der vor einigen Wochen frisch nominierte SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, bei der SPD Oftersheim zu Gast, um dort über Probleme auf dem Gebiet der Arbeitspolitik zu sprechen.

Nach der Begrüßung durch den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Jens Rüttinger stellte sich Born den Anwesenden zunächst kurz vor. Er ist 37 Jahre alt, wohnt in Oberhausen-Rheinhausen, wo er auch Gemeinderat ist und arbeitet, als Leiter zweier Teams, bei der Arbeitsagentur Karlsruhe. Anschließend ging Born darauf ein, dass er, wenn ihm im nächsten Herbst der Einzug in den Bundestag gelingt, er nicht bestimmte Gruppen sondern alle Menschen in der Region vertreten möchte, besonders auch diejenigen, denen es weniger gut geht.

In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Politik seiner Meinung nach begangene Fehler eingestehen und korrigieren können müsse. Um dies zu verdeutlichen, ging er auf die Harz-Reformen der Regierung Schröder und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt ein. So legte er dar, dass diese Reformen zu einer unerwünschten Dynamik in der Leiharbeit geführt hätten und dass diese heute häufig nur dazu verwendet würde, um Lohndumping zu betreiben.
Die B
ezahlung ist laut Born nicht das einzige Problem für Leiharbeiter: In Gesprächen mit Betroffenen hat er erfahren, dass Leiharbeiter in manchen Betrieben wie Arbeitnehmer zweiter Klasse behandelt werden und beispielsweise andersfarbige Arbeitskleidung tragen müssen oder nicht in der Kantine essen dürfen. Diese allgemein schlechtere Behandlung führt, laut Born, nicht nur zu Nachteilen für die Leiharbeiter selbst, sondern auch zu einem „Klima der Angst“ unter den Normalbeschäftigen, die befürchten müssten, selbst in die schlechteren Arbeitsbedingungen der Leiharbeit abzurutschen.
Für den SPD-Kandidaten reicht daher die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, wie er schon heute in vielen EU-Ländern der Regelfall ist, nicht aus. Vielmehr fordert er darüber hinaus auch, dass Leiharbeiter, ganz allgemein, ein Anrecht auf die gleichen Arbeitsbedingungen wie Normalbeschäftigen haben müssen. Ein vollkommenes Verbot der Leiharbeit lehnt Born hingegen ab, da sie in seinen Augen, in bestimmten Situationen, beispielsweise bei Auftragsspitzen, notwendig sein kann.

Neben dem Thema Leiharbeit gibt es für Born aber auch noch andere Teilgebiete im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, in denen er dringenden Handlungsbedarf sieht. So erläuterte er die, nach wie vor ungelöste, Problematik von Menschen im Niedriglohnsektor. Diese haben nicht nur heute wenig Geld zum Leben, sondern können sich auch bereits ausmalen, dass sie später vom Thema Altersarmut betroffen sein werden. Dies gelte, so Born, besonders für viele Frauen, die nur in Teilzeit- oder Minijobs arbeiten.
Der Mindestlohn allein sei für dieses Problem zwar keine ausreichende Lösung, er bleibe, so Born, aber ein wichtiges Werkzeug, um eine wirksame Lohnuntergrenze zu schaffen, die verhindere, dass Menschen, die einen Vollzeitarbeitsplatz haben, dennoch zusätzlich Geld vom Staat bräuchten.

Homepage Daniel Born MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de