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Born, Cuny und Tuncer auf MINT-Tour in den Kitas / Landtagsvizepräsident Daniel Born besucht GUB e.V. in Weinheim

Veröffentlicht am 19.10.2022 in Wahlkreis

Weinheim. Gemeinsam mit den Weinheimer Landtagsabgeordneten Fadime Tuncer (Grüne) und Sebastian Cuny (SPD) informierte sich Landtagsvizepräsident Daniel Born über die Projektarbeiten der gemeinnützigen Gesellschaft für Umweltbildung e.V., die in Weinheim ansässig ist. „Auf den Anfang kommt es an und es ist inspirierend zu sehen, mit welchem Erfolg hier naturwissenschaftliches Lernen und Spielen in die Kitas gebracht wird“, erklärten die drei Landespolitiker bereits zu Beginn des Gesprächs.

Kinder in Kindergärten und Grundschulen in der Metropolregion Rhein-Neckar beim Forschen, Entdecken und Experimentieren anzuleiten und ihnen die Welt naturwissenschaftlicher Phänomene spielerisch nahezubringen – dieser Aufgabe hat sich die GUB seit 2004 verschrieben. Bernd Schlag - Biologe und Projektleiter der GUB e.V. - berichtete den Gästen von den vielfältigen Projektaktivitäten im naturwissenschaftlichen und künstlerischen Bereich, die durch die Kooperation mit Naturwissenschaftlern und Künstlern ermöglicht werden.

„Unsere Mitarbeiterinnen führen gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften regelmäßig Forscherstunden in den Kindergärten durch, setzen Naturkunstprojekte um und bilden dabei auch die Erzieherinnen fort“, erklärt Schlag den Ansatz der GUB und führt weiter aus: „Unsere Projekte begeistern Kinder früh für naturwissenschaftliche Themen und fördern ihr Verständnis für Natur und Umwelt. Vor allem kreative Kunstprojekte helfen Kindern, die deutsche Sprache zu lernen und sich zu integrieren.“

Die innovative Arbeit der GUB in den Bildungseinrichtungen vor Ort beeindruckte Born, der bereits seit 2016 Mitglied des Bildungsausschusses und dort Sprecher für frühkindliche Bildung seiner SPD-Fraktion ist: „Chancengerechtigkeit beginnt bereits im frühen Kindesalter und für gute Bildung von Anfang an zu sorgen, dafür braucht es auch solche kreativen Initiativen“, ist sich der Schwetzinger Landtagsabgeordnete sicher. „Je früher gerade der Grundstein für naturwissenschaftliches Verständnis gelegt wird, desto größer und wirksamer ist der Erfolg. Wenn wir es schaffen, früh die Begeisterung für Naturwissenschaften bei Kindern zu wecken, profitieren alle davon, vor allem aber Mädchen, weil sie sich dann auf ihrem weiteren Bildungsweg im naturwissenschaftlichen Bereich mehr zutrauen“, so der Bildungsexperte der SPD. Tuncer betonte die wichtige Integrationsarbeit durch die Kooperation. Gerade in den naturwissenschaftlich-mathematischen Feldern könnten Sprachgrenzen ganz schnell fallen und neue Interessen entdeckt werden, so die Politikerin.

Cuny, entwicklungspolitischer Sprecher seiner Partei, teilt diese Überzeugung und betont die Bedeutung früher Bildung für nachhaltige Entwicklung: „Bildung fängt nicht erst im Klassenzimmer an. Schon Kita-Kinder möchten ihre Lebenswelt verstehen und nachhaltig mitgestalten“, zeigt er sich überzeugt von den ergänzenden Angeboten, die die GUB e.V. Kindern ermöglicht.

Alle Aktivitäten werden seit Jahren von der H.W.&J. Hector-Stiftung finanziell gefördert und auch die Stadt Weinheim unterstützt das Bildungsangebot. Iveta Verpeja-Wichter vom Amt für Bildung der Stadt Weinheim und Elisabeth Kramer, Vorsitzende der GAL der Stadt Weinheim, freuen sich über die positive Entwicklung, die das Portfolio des Vereins genommen hat. Dazu gehört auch, dass die GUB e.V. während der Corona-Pandemie begonnen hat, auf YouTube Forscherfilmkanäle aufzubauen, die deutschlandweit von Kindern, pädagogischen Fachkräften und Eltern genutzt werden können. Mit mittlerweile 3300 Abonnenten und über 350.000 Filmaufrufe erhält dieses innovative Format viel Zuspruch. Auch ukrainische Kinder können von diesen Filmen, die vielfältige Anregungen für naturwissenschaftliche Experimente und künstlerische Projekte vermitteln und die nun Schritt für Schritt um ukrainische Untertitel ergänzt werden, profitieren.

Beim abschließenden Besuch im Weinheimer Kindergarten „Kuhweid“, zeigten Kita-Leiterin Antje Kerschbaum und Erzieherin Urte Nienstedt den Gästen das Gewächshaus und das Hochbeet, um das sich die Kinder begeistert kümmern. Die Szene illustrierte lebendig, wie das Erschließen von Räumen Kinder darin unterstützt, ihren Forscherdrang auszuleben. Das trifft auch auf das Atelier der Kita zu, in der Julia Schmalzl, in Weinheim ansässige Künstlerin, mit den Kindern Forscherstunden gestaltet. Über die vielen positiven Rückmeldungen freuen sich alle Projektbeteiligten – ganz besonders zu Herzen gehen Komplimente aber dann, wenn die Forscherkinder selbst sie äußern. „Als ich in die Schule kam, dachte ich, nur im Kindergarten wird geforscht“ – diese Überzeugung eines Kindes, das in seiner Kindergartenzeit von den GUB-Projekten profitieren durfte, beschreibt den Effekt gut, für den Schlag und seine Mitstreiterinnen sich täglich engagieren.

„Anhand dieser Angebote üben Kinder eine forschende Haltung ein und lernen, sich ein eigenes Bild zu machen. Kinderfragen ernst nehmen, ihre Neugier und ihre Lernfreude zu fördern, ermöglichst ihnen nicht nur Bildungsteilhabe, sondern stärkt ihre Entwicklung hin zu mündigen Bürgern. Das ist ein entscheidender Beitrag für eine starke Demokratie“ – das ist Born auch als stellvertretendem Präsidenten des baden-württembergischen Parlaments wichtig.

Homepage Daniel Born

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