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Born beim Besuch der Michael-Ende-Schule: "Hier wird Vielfalt gelebt"

Veröffentlicht am 13.07.2017 in Pressemitteilungen

Born MdL mit Rektor Köhler, den Lehrerinnen Erdel un Horwarth und Gemeinderat Schindler

Anlässlich des fünften Jubiläums der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg stattete Landtagsabgeordneter Daniel Born der Michael-Ende-Schule in Bad Schönborn einen Besuch ab. Rektor Werner Köhler, welcher kurz vor seiner Pensionierung steht, empfing Born und SPD-Gemeinderat Hans Schindler, um sich über die Situation der Gemeinschaftsschule auszutauschen.

Bad Schönborn. Die Michael-Ende-Schule bietet Schülerinnen und Schülern ab Klasse fünf die Möglichkeit, den Haupt- und Realschulabschluss zu machen und so lange wie möglich gemeinsam zu lernen. Die Anmeldezahlen, so der Schulleiter, seien stabil und die Schüler kämen aus einem regionalen Einzugsbereich. Die Lehrerinnen Sabine Erdel und Simone Horwarth, welche maßgeblich an der Umsetzung des Konzepts beteiligt waren, betonten die Vorteile der Gemeinschaftsschule: Durch Lernentwicklungsberichte und Coaching-Gespräche könnten die Kinder individueller nach Stärken und Schwächen gefördert werden. Im Vergleich zur Realschule sei die Arbeitsweise für die Lehrerinnen aber deutlich verändert worden und sie fühlen sich im Nachteil, weil die Deputate diesem Mehraufwand nicht gerecht würden. Daniel Born stimmte der Forderung nach Aufstockung des Personals zu, denn besonders die Inklusionsarbeit, die an der Michael-Ende-Schule derzeit mit 18 Kindern und einer Sonderschullehrkraft geleistet wird, sei wichtig und notwendig: „Die Gemeinschaftsschulen leisten einen besonders umfangreichen Integrations- und Inklusionsbeitrag. Dies darf man nicht nur in Sonntagsreden loben, sondern muss es mit konkreten Stellen hinterlegen“, so der Schwetzinger Landtagsabgeordnete, der auch Mitglied des Bildungsausschusses ist.

Rektor Köhler zeigte sich deutlich verärgert darüber, dass von der grün-schwarzen Landesregierung unterschiedliche Signale ausgehen, wie es mit den Gemeinschaftsschulen in Zukunft weitergehen soll: „Ich sehe hier vor allem ein strukturpolitisches Problem und die Gefahr, dass die Landesregierung uns Gemeinschaftsschulen als Abstellgleis benutzen wollen.“ Die Vielfalt der Schülerschaft sei aber besonders wichtig, betonte Köhler. Born konnte diese Sorge nachvollziehen und verwies darauf, dass Kultusministerin Eisenmann auch gegenüber den Landtagsabgeordneten widersprüchliche Aussagen zum Thema mache. „Einmal will sie sie weiter unterstützen, am nächsten Tag zurückfahren, dann wieder alles so lassen wie es ist. Für mich steht das Elternwahlrecht im Mittelpunkt und die Eltern sollten ihre Wahl den pädagogischen Konzepten und nicht nach den Stimmungsschwankungen der Ministerin treffen müssen“, erklärte der SPD-Abgeordnete.

SPD-Fraktionsvorsitzender Hans Schindler richtete sein Augenmerk noch auf die neue Mensa. Die Preise seien durch die Mischkalkulation relativ hoch und nicht für alle Eltern leistbar gewesen. Doch gemeinsam hatten sich Eltern und die Gemeinderatsfraktion dafür eingesetzt, die Preise zu senken.

Beim anschließenden Rundgang durch das Schulgebäude fielen dem Landtagsabgeordneten sofort die breiten, hellen Gänge auf, welche verschiedentlich bemalt waren. Auch im Gespräch mit der 5. Klasse von Maren Paul zeigten sich die Kinder begeistert von den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften. „Besonders toll finde ich das Engagement in den verschiedenen AGs, die das Schulhaus bunt machen oder den Schulgarten pflegen. Das sieht alles klasse aus und man merkt hier wird Bildung, Kunst, Natur und Vielfalt gelebt“, lobte Born.  (dbe)

Homepage Daniel Born

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