Bildungssprecher Mentrup: „Schick versucht offensichtlich, die Kommunen mit einem Bildungshaus zu ködern, um die Wut und Enttäuschung der Eltern und Schulträger über die Schließung von Hauptschulen zu reduzieren“
Bildungssprecher Mentrup: „Schick versucht offensichtlich, die Kommunen mit einem Bildungshaus zu ködern, um die Wut und Enttäuschung der Eltern und Schulträger über die Schließung von Hauptschulen zu reduzieren“
Die SPD-Fraktion bleibt trotz der heute verkündeten Mitteilung von Kultusministerin Schick dabei, dass ihre Arbeit sich vor allem durch Marketing und kaum durch neue Inhalte auszeichne. Das werde auch bei den Bildungshäusern für 3- bis 10-jährige Kinder deutlich. Schick bewege sich hierbei erneut in den Spuren ihres Vorgängers ohne eigenen Ansatz. Besonders empörend findet der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Mentrup, aber, dass die Landesregierung die Bildungshäuser jetzt den Kommunen als Kompensation anbietet, wenn deren Hauptschule vor dem Aus stehe. Die Ministerin versteht die Bildungshäuser als „attraktive Zukunftsperspektive“ insbesondere für Kommunen, bei denen eine Fortführung der Hauptschulen nicht möglich sei.
„Schick versucht offensichtlich, die Kommunen mit dem Bildungshaus zu ködern, um die Wut und Enttäuschung von Eltern und Schulträgern über die Schließung von Hauptschulen zu reduzieren“, sagt Mentrup. Und: „Nicht einmal Rau wäre so weit gegangen, den Kommunen das Aus ihrer Hauptschule mit einem Zuckerbrot zu versüßen.“ Und: „Für Schick sind offenbar die Ängste und Wünsche von Eltern und Schulträgern Spielmaterial, die sie vollkommen taktisch einsetzen kann.“
Es sei zwar richtig, den Übergang von Kindertageseinrichtungen in die Grundschulen besser zu koordinieren. Aber anstatt die Rahmenbedingungen in allen Kindertageseinrichtungen zu verbessern, würde einfach die Zahl der Bildungshäuser vergrößert. „Das Nachsehen haben alle Kommunen, bei denen sich etwa Kindertageseinrichtungen und Grundschulen nicht in unmittelbarer Nähe befinden, um ein Bildungshaus zu bilden“, sagte Mentrup. Und: „Von einer besseren Grundausstattung in den Kitas mit mehr Fachkräften und kleinen Gruppen würden dagegen alle Kinder profitieren - und nicht nur die, deren Eltern zufällig in der Nähe eines Bildungshauses wohnen.“ Die Menschen vor Ort wünschten sich aber bessere Bildung für alle und gemeinsames Lernen über die vierte Klasse hinaus, statt eines besseren Übergangsmanagements zwischen Kita und Grundschule an gerade einmal 90 Standorten im Land.
Auch im Bereich der beruflichen Schulen gebe es keine neuen Erfolge, obwohl die Kultusministerin dies behaupte. Angeblich sollen an den beruflichen Schulen 61 neue Klassen eingerichtet werden, die zur Hochschulreife führten. Doch die Ressourcen dafür werden von anderen Stellen umgeschichtet, so dass sich die Situation insgesamt nicht verbessere. „Die Ministerin betreibt hier Etikettenschwindel, um die Situation an den beruflichen Schulen weiterhin schön reden zu können“, sagt Mentrup.
Auch der Hinweis des Kultusministeriums, das strukturelle Unterrichtsdefizit werde auf niedrigem Niveau stabilisiert, lenke von den tatsächlichen Verhältnissen ab. Schließlich seien in den vergangenen Jahren konstant zwischen 4,4 und 4,6 Prozent des Unterrichts an den beruflichen Schulen ausgefallen, ohne dass dies verbessert werde. Zudem falle zusätzlich noch in erheblichem Umfang Unterricht durch Krankheit oder Verpflichtungen der Lehrkräfte aus. „Die Landesregierung macht damit weiter mit ihrer Politik des Schönredens bei den beruflichen Schulen und enttäuscht die Eltern und Schulträger weiterhin“, sagt Mentrup.
Homepage Dr. Frank Mentrup MdL
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen
18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de