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Berufliche Gymnasien: Schülern droht ein Jahr Leerlauf

Veröffentlicht am 26.01.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 26. Januar 2009

Gunter Kaufmann, MdL: „Anstatt den Schüleransturm mit zusätzlichen Lehrern zu bewältigen, rät der Kultusminister G8-Gymnasiasten allen Ernstes, freiwillig eine Ehrenrunde zu drehen“

Mit halbgaren Empfehlungen will Kultusminister Helmut Rau (CDU) den kommendes Schuljahr zu erwartenden Schülerzuwachs an den beruflichen Gymnasien entzerren. Demnach sollen G8-Schüler entweder nach der neunten oder aber erst nach der zehnten Klasse in die elfte Klasse eines beruflichen Gymnasiums wechseln. Dies geht aus der Antwort der Re-gierung auf eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann hervor.

„Anstatt den Schüleransturm mit zusätzlichen Lehrern zu bewältigen, rät der Kultusminister G8-Gymnasiasten allen Ernstes, freiwillig eine Ehrenrunde zu drehen“, kommentierte der SPD-Parlamentarier den Ratschlag Raus. Da in diesem Schuljahr sowohl Schüler des achtjährigen als auch des neunjährigen Gymnasiums gleichzeitig die Mittelstufe verlassen, rechnet das Land mit einer steigenden Nachfrage nach Schulplätzen an beruflichen Gymnasien.

Nach Kaufmanns Worten besteht für G8-Schüler, die zwei Jahre vor dem Abitur stehen, keinerlei Anreiz, einen dreijährigen Anlauf zum Abitur über ein berufliches Gymnasium zu nehmen und dort im ersten Schuljahr Teile des Unterrichtsstoffs der Oberstufe zu wiederholen. „Rau will diesen Schülern ein Jahr Leerlauf schmackhaft machen“, so Gunter Kaufmann.

Die SPD will die Sondersituation des doppelten Mittlere-Reife-Jahrgangs demgegenüber mit der Einstellung von 100 zusätzlichen Lehrkräften in den Griff bekommen. Nur so könnten trotz einmalig höherer Bewerberzahl alle wechselwilligen Gymnasiasten und Realschüler einen Platz an einem beruflichen Gymnasium bekommen. Außerdem könne man mit den zusätzlichen Lehrkräften ab dem nächsten Jahr die ohnehin angespannte Personalsituation an diesen Schulen abmildern.

Homepage Gunter Kaufmann

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