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Auf Spurensuche im Wahlkreis: Wie lebt es sich im Alter am besten?

Veröffentlicht am 24.01.2019 in Pressemitteilungen

Der Schwetzinger SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born und seine Emmendinger Kollegin Sabine Wölfle, stellvertretende Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, besuchten unter dem Motto „Wohnen im Alter“ neben der Hockenheimer Demenz-WG auch das Samariterhaus in Oftersheim und luden am Abend zur Diskussionsveranstaltung nach Schwetzingen.

Hockenheim/Oftersheim/Schwetzingen. Mit Blumen und Torte ausgestattet startete der Aktionstag für die beiden SPD-Landtagsabgeordneten in der Hockenheimer Wohngemeinschaft für dementiell Erkrankte. Dort kamen Born und Wölfle schnell mit den Pflegekräften und der Hospizleitung ins Gespräch über die besondere Form des Zusammenlebens der acht Mieter*innen, über den Alltag der dementiell Erkrankten mit den kleinen und großen Herausforderungen und über die Vorteile, die das WG-Leben mit sich bringt. Das Konzept des Vereins Vita Vitalis sieht vor, dass die Mieter*innen im Alltag mithelfen, so wie sie können und wollen. Landtagsabgeordneter Daniel Born begrüßt dieses Konzept: „Die Alltagstätigkeiten wirken aktivierend und motivierend auf die Mieter*innen, das ist deutlich zu spüren. Es ist für jeden Menschen wichtig zu wissen, dass man gebraucht wird, sei es beim gemeinsamen Kochen oder beim Tischdecken.“

Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle verhandelte während der grün-roten Regierungszeit mit über das baden-württembergische Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz und sieht sich in ihrer damaligen Position bestätigt: „Das Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz der SPD-Sozialministerin Katrin Altpeter hat die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Wohnformen wie diese hier geschaffen. Für viele ältere Menschen, die nicht mehr alleine leben können und nicht in ein Pflegeheim wollen, bieten Wohngemeinschaften ein optimales Format des betreuten, gemeinsamen Lebens.“

Im anschließenden Gespräch tauschten sich die Landtagsabgeordneten mit Pflegedienstleiter Micha Böbel und Vorstandsmitgliedern von Vita Vitalis über die derzeitigen Herausforderungen in der Pflege aus. Um diese zu meistern, brauche es mehr Angebote wie die Demenz-WG, waren sich alle einig. Born und Wölfle bedanken sich bei den engagierten Ehren- und Hauptamtlichen: „Ohne ihren tatkräftigen Einsatz und ihre liebevolle Pflege würde das Zusammenleben in dieser besonderen WG nicht funktionieren.“

v.l.n.r. Ingrid Stalter (Vorsitzende Kirchliche Sozialstation Hockenheim), Pflegedienstleiter Micha Böbel, SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, Adolf Härdle (Vorsitzender Vita Vitalis e.V.), Hospizleiterin Beate Bikowski, SPD-Landtagsabgeordneter Daniel Born, Christine Storck (Teamleitung Wohngemeinschaft).

Den Artikel der Schwetzinger Zeitung zum Besuch in der Demenz-WG finden Sie hier.

Als Landesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bunds darf für Sabine Wölfle ein Besuch im örtlichen Samariterhaus natürlich nicht fehlen. Gemeinsam mit der sozialpolitischen Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Renate Schmidt und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Gemeinderat Oftersheim informierten sich die Landtagsabgeordneten über das ASB-Pflegeheim in Oftersheim.

Zwar liegt der Anteil der Fachkräfte am Personal im Oftersheimer ASB-Haus mit 60% über den geforderten 50%, es sei aber generell ein großes Problem, geeignetes Personal in der Pflege zu finden, waren sich alle einig. Damit der Beruf attraktiver werde, müsse auch das schlechte Image beseitigt werden, so Wölfle. Helfen könne auch die enge Kooperation mit Kitas, damit Pflegekräfte ihre kleinen Kinder auch während der Schichtarbeit in guten Händen wissen. Für Born ist es wichtig, dass ein breites Angebot für das „Wohnen im Alter“ besteht, denn: „Es geht auch in dieser entscheidenden Lebensphase um das Leben „Zuhause“. Bei der Entscheidung, ob dies in den eigenen vier Wänden mit Unterstützung, in einem stationären Pflegeheim, in der teilstationären Pflege oder in einer Wohngruppe stattfindet, muss der Mensch im Mittelpunkt stehen.“\clip_image004.jpg" style="width: 416px; height: 312px;" />


v.l.n.r. SPD-Kreisrätin Renate Schmidt, SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born und Sabine Wölfle, Pflegedienstleitung Laura Walther, Heimleitung Peggy Naumann, SPD-Fraktionsvorsitzender Oftersheim Jens Rüttinger.

Den Artikel der Schwetzinger Zeitung zum Besuch im Samariterhaus finden Sie hier.

Am Abend lud Daniel Born nach Schwetzingen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit der Kreisseniorenrätin Elisabeth Sauer und Sabine Wölfle ein.

Im vollen SPD-Bürgerzentrum stellte Sauer die Arbeit des Kreisseniorenrats des Rhein-Neckar-Kreises e.V. vor und empfahl, bereits heute an morgen zu denken und nachhaltig zu bauen. Problematisch sei, dass es kaum Kurzzeitpflegeplätze und im ländlichen Raum auch kaum Tagespflegeplätze gäbe.

In der anschließenden Fragerunde wurde beispielsweise das niederländische System positiv hervorgehoben. Hier kümmert sich in jeder Gemeinde ein Sozialarbeiter um die Senior*innen und berät auch zum Thema „Wohnen im Alter“. Zwar entstehen auch in Baden-Württemberg neue Wohnform-Projekte wie das Lebensphasenhaus in Tübingen. Vielerorts mangele es aber an (bezahlbarem) Wohnraum, um z.B. neue Wohngruppen gründen zu können, wie Mitglieder einer solchen Initiative aus Heidelberg berichteten.

Als wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist Daniel Born diese Problematik bestens bekannt: „In Baden-Württemberg fehlen bis zum Jahr 2025 fast 500.000 Wohnungen. Gerade der Mangel an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum ist riesig. Und die grün-schwarze Landesregierung will jetzt auch noch Ausnahmen bei den Regelungen zur Barrierefreiheit schaffen. Das ist der völlig falsche Weg. Die SPD fordert stattdessen die Gründung einer Landesentwicklungsgesellschaft, die Kommunen beim Bau von bezahlbaren und auch barrierefreien Wohnungen unterstützt.“

Den Artikel der Schwetzinger Zeitung zur Veranstaltung finden Sie hier.

Homepage Daniel Born

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