Pressemitteilung vom 25. März 2010
SPD-Landtagsabgeordneter fordert von Landesregierung Auskunft über Situation an beruflichen Schulen
In diesen Tagen erhalten alle Schüler, die sich an einem beruflichen Gymnasium für das kommendende Schuljahr angemeldet haben, per Brief die Information, ob sie an den Schulen angenommen worden sind oder nicht. Dies nimmt der Rastatter SPD-Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann zum Anlass, bei der Landesregierung nachzufragen, ob und wie sichergestellt wird, dass alle Bewerber mit den erforderlichen Voraussetzungen auch einen Platz an einem beruflichen Gymnasium ihrer Wahl erhalten.
„Gerade in der jetzigen unsicheren Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsbereich ist es für die betroffenen Schüler und deren Eltern wichtig zu wissen, dass sie nach der mittleren Reife auch das Abitur an einem beruflichen Gymnasium ihrer Wahl erlangen können“, so der Parlamentarier. Die beruflichen Schulen in Mittelbaden würden dabei mit ihren verschiedenen vielfältigen Schwerpunkten hervorragende Arbeit leisten, stoßen jedoch vielfach an personelle und zum Teil auch an räumliche Grenzen.
In insgesamt acht Fragen fordert der SPD-Parlamentarier daher von der Landesregierung u.a. Auskunft darüber, wie viele Schüler im laufenden Schuljahr die beruflichen Gymnasien im Mittelbadischen besuchen und wie sich die Schülerzahlen und in Bezug darauf die Bewerberzahlen in den letzten fünf Jahren entwickelt haben.
An vielen Schulen erinnert man sich noch an die Situation des vergangenen Schuljahres. Damals schlossen aufgrund der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von neun auf acht Jahre zwei Jahrgänge an den allgemein bildenden Gymnasium gemeinsam die Mittelstufe ab, was einen Run auf die beruflichen Schulen im Schuljahr 2009/2010 befürchten ließ. Ein knappes halbes Jahr später möchte Gunter Kaufmann daher auch wissen, inwieweit im letzten Jahr, aber auch in den vier Jahren davor, Bewerber an beruflichen Gymnasien von diesen abgewiesen wurden, obwohl die Schüler den notwendigen Notenschnitt für den Übergang an die beruflichen Gymnasien erreicht hatten.
Aus den Erfahrungen der Vergangenheit muss die Landesregierung heute die notwendigen Konsequenzen ziehen. Daher will Gunter Kaufmann von der Landesregierung dargelegt haben, wie viele Plätze den Bewerbern an den mittelbadischen beruflichen Gymnasien zum Schuljahr 2010/2011 überhaupt zur Verfügung stehen und wie die Landesregierung sicherstellen will, dass alle zugangsberechtigten Bewerber einen Platz an einem beruflichen Gymnasium ihrer Wahl erhalten.