Zufallsfoto

Anstehende Reform der Arbeitsmarktinstrumente geht zu Lasten von Langzeitarbeitslosen

Veröffentlicht am 28.07.2011 in Pressemitteilungen

Birgit Koepsel und Wolfgang Lutz von der AWO Heidenheim (re) mit Ministerin Altpeter (2.v.l.) und Andreas Stoch

Die AWO Heidenheim befürchtet mit der geplanten Reform in der Arbeitsmarktpolitik weitreichende Folgen bei der Eingliederung und Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den regulären Arbeitsmarkt und suchte deshalb das Gespräch mit der Sozialministerin Katrin Altpeter.

Mit der geplanten Einführung des neuen Bundesgesetzes „Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ werden der Bundesagentur für Arbeit und dem Job Centern nahezu alle Förderinstrumente gekürzt, die es bisher ermöglicht haben, die Chancen von benachteiligten Menschen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu verbessern.

Die AWO Heidenheim ist seit Jahren mit dem Standort Arbeit und Bildung in der Talstrasse 90 eine zuverlässige Adresse, wenn es um die Verbesserung der Teilhabechancen von beschäftigungslosen Menschen geht. Mit der Kombination von Beschäftigung, Teilqualifizierung und Ausbildung kümmert sich die AWO um die Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Langezeitarbeitslosen.

Das Gesetz zur Reform der Arbeitsmarktinstrumente soll im September in Berlin beschlossen werden. Die zuständigen Länderministerien wirken auf die bundespolitischen Gesetzgebungen ein, so dass AWO-Geschäftsführerin Birgit Koepsel und Bereichsleiter Wolfgang Lutz auf Vermittlung des SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Stoch zu einem Fachgespräch in das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren eingeladen wurden. Dort konnten die AWO-Vertreter ihre Sorgen um die Zukunft der Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramme anbringen.

„Unsere Angebote zielen seit Jahren auf besondere Zielgruppen des Arbeitsmarktes ab, die ohne zusätzliche Hilfe kaum noch Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden.“, berichtet Wolfgang Lutz aus seiner täglichen Arbeit. „Nur durch passgenaue Instrumente können diese Menschen für den regulären Arbeitsmarkt fit gemacht werden.“ Diese Instrumente werden nun im Gesetzesentwurf radikal gekürzt.
Angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung sei der Arbeitsmarkt derzeit besonders aufnahmefähig. Diese Chance müsste eigentlich genützt werden, um diejenigen in Arbeit zu bringen, die ansonsten schwer in Arbeit zu vermitteln sind, ergänzt AWO-Geschäftsführerin Birgit Koepsel. „Stattdessen sorgen die Kürzungen dafür, dass diese Menschen vom allgemeinen Aufschwung ausgegrenzt werden.“

Ministerin Altpeter nennt die Pläne der Bundesregierung „unverantwortlich“ und hat dies im Vorfeld der Gesetzesberatung am 8.Juli im Bundesrat in einem Redebeitrag bereits formuliert. Sie versprach den AWO-Vertretern sich in den weiteren Beratungen zur Gesetzesänderung im September nochmals stark zu machen. „Es ist schizophren, wenn der Bund den Fachkräftemangel beklagt und gleichzeitig die Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen radikal zusammenstreicht.“, so die Ministerin.
Man war sich einig, dass die Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Menschen ohne die Hilfe staatlicher Zuschüsse nicht möglich ist.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de