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Andreas Stoch zu Gast bei Heidenheimer Voith Paper Betriebsrat

Veröffentlicht am 07.08.2012 in Pressemitteilungen

Am Montag, dem 23. Juli 2012 besuchte der für Heidenheim zuständige Landtagsabgeordnete Andreas Stoch den Heidenheimer Voith Paper Betriebsrat, um sich wie schon zwei Wochen zuvor MDB Roderich Kiesewetter (CDU) mit dem Betriebsrat über die aktuelle Situation bei Voith Paper und insbesondere über den geplanten Stellenabbau zu unterhalten.

Auch Andreas Stoch erkundigte sich, wie der Heidenheimer Paper-Betriebsrat die geplante Neuausrichtung der Papersparte in Europa einschätzt und ob die üblicherweise gute Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und –nehmer darunter leide.

Der Betriebsrat betonte erneut, dass die Annahmen der Arbeitgeber – keine grafischen Maschinen mehr, Verschiebung zum B-Segment mit höherem Wettbewerbsdruck und Preisverfall - einleuchten, die Aussage aber, dass allein das iPad schuld an allem sei, nicht schlüssig ist, sondern Entwicklungen am Weltmarkt entweder verschlafen oder aber zumindest ignoriert wurden.

Unverändert bereitet dem Betriebsrat Sorge, dass der Abbau von über 50 % der Ingenieurskapazitäten in Heidenheim zu schwer wiegt, um für die Zukunft und evtl. wieder auftretende Boomphasen gerüstet zu sein.

Andreas Stoch sagte, dass der Stellenabbau von 380 Mitarbeitern eine Katastrophe für die Region und auch für Voith sei. Es handle sich hier um hochqualifizierte Arbeitsplätze, die nicht leichtfertig abgebaut werden dürfen. Unserer Region Ostwürttemberg werde ohnehin eine schwierige Entwicklungsperspektive vorausgesagt, die durch die demografische Entwicklung noch verstärkt werde. Deshalb sei es sehr wichtig, qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu halten, da es zunehmend schwerer werde, Ersatz zu finden.

Er zeigte sich auch sichtlich überrascht über die aktuelle Lage bei Voith, nachdem er erst im vergangenen November gemeinsam mit Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid die Firma Voith besucht hatte. Damals war von solch erheblichen Umsatzeinbrüchen bzw. entsprechenden Risiken im Bereich von Voith Paper noch nicht die Rede. Vielmehr hatte sich die Entwicklung in allen Geschäftsfeldern sehr positiv dargestellt.

Gemeinsam wurde weiterhin erörtert, dass gerade für die Firma Voith traditionell die langfristige Bindung ihrer Mitarbeiter, gerade auch im Führungsbereich, ein wichtiges Gut sei. Man beobachte daher mit Sorge, dass die personelle Fluktuation derzeit sehr hoch sei.

Danach wurden konkrete Maßnahmen diskutiert, die den Stellenabbau und den damit verbundenen Verlust an Know-How für die Region abmildern könnten, da auch sozialverträglich u.a. mit Frühverrentung abgebaute Arbeitsplätze für den Arbeitsmarkt verloren seien.

Andreas Stoch regte an, dass Voith als Ingenieursdienstleister für andere Firmen in der Region agieren könnte, die händeringend nach Qualifikationen der Voith-Mitarbeiter suchen. Da hiervon zahlreiche metallverarbeitende Betriebe profitieren könnten, besprach man, auf Südwest Metall zuzugehen, um eine solche Maßnahme für die Firmen in der Region zu diskutieren. Weiter versprach Andreas Stoch, im Umwelt- und Wirtschaftsministerium Kontakte zu Experten zu knüpfen, die Voith helfen könnten, andere Geschäftsfelder zu erschließen.

Nach etwas mehr als einer Stunde ging man mit der Zusage auseinander, bei den angesprochenen Fragen und Problemen eng zu kooperieren.
Pressemitteilung des Voith-Paper Betriebsrats

Homepage Andreas Stoch

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