Zufallsfoto

Andreas Stoch mit Gewerkschaftern im Austausch

Veröffentlicht am 03.03.2016 in Pressemitteilungen

Andreas Stoch mit Roman Zitzelsberger und Ralf Willeck

Zu einer Betriebsrätekonferenz mit dem Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, und dem Ersten Bevollmächtigten der Heidenheimer IG Metall, Ralf Willeck, lud der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete und Minister für Kultus, Jugend und Sport, Andreas Stoch, ins Heidenheimer Gewerkschaftshaus in der Bergstraße ein.

„Weil die SPD traditionell die Partei ist, die im Schulterschluss mit den Gewerkschaften die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am stärksten vertritt, sind mir regelmäßige Gespräche mit den Betriebsräten wichtig“, so Stoch. Gerade vor der Landtagswahl wolle der Abgeordnete erfahren, wie die landespolitischen Entscheidungen in der vergangenen Legislaturperiode in den Betrieben aufgenommen wurden und welche relevanten Themen zukünftig anstünden. Stoch betonte, dass neben den Tarifverhandlungen der Sozialpartner auch die Politik wichtige Rahmenbedingungen für gute Arbeit setzen müsse. Die SPD hat sich beim Mindestlohn sowie dem Tariftreue- und dem Bildungszeitgesetz erfolgreich für die Rechte der Arbeitnehmer eingesetzt.

Als Kultusminister sieht er als vordringliches Thema die Entkoppelung von Herkunft und Bildungserfolg an. „Nirgendwo in Deutschland ist diese Abhängigkeit so hoch wie in Baden-Württemberg“, betont er. Die SPD habe in den letzten fünf Jahren viel unternommen, damit Bildung im Land gerechter werde: Der Ausbau von Kleinkindbetreuung und Ganztagsschule, verstärkte Sprachförderung, die Einführung der Gemeinschaftsschule und die Abschaffung der Studiengebühren seien dabei wichtige Schritte gewesen. Mit der Einführung des Unterrichtsfaches Wirtschaft und Berufsorientierung möchte Stoch die berufliche Ausbildung stärken und neben dem Studium berufsnähere Qualifizierungen aufzeigen. Hier müssten auch die Arbeitgeber ihren Beitrag leisten und attraktive Möglichkeiten schaffen.

Roman Zitzelsberger spricht  als Gewerkschafter keine Wahlempfehlung aus, lobt aber die jetzige Landesregierung dafür, dass sie  immer im breiten Konsens und Dialog nach Lösungen gesucht habe und den Gewerkschaften so ermöglicht hat, ihre Meinung einzubringen. „Dieser Politikstil muss fortgesetzt werden“, fordert der IG Metall-Chef. Einig sind sich Stoch und Zitzelsberger, dass sich mit einem Einzug der AfD ins Parlament die Situation der Arbeitnehmer deutlich verschlechtern würde, denn sie befürwortet eine Deregulierung und weitere Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und damit den Abbau von Arbeitnehmerrechten. Mit ihren menschenverachtenden Parolen überschreite diese Partei eine rote Linie und spalte die Gesellschaft. „Wer mit der Würde des Menschen spielt, hat in keinem Parlament etwas zu suchen“, so Zitzelsberger. Für die Zukunft fordert er die Weiterentwicklung der Chancengleichheit, gerade im Bereich der Bildung. Eine Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem hält er weder für möglich noch für wünschenswert. Durch die Verbesserung der Infrastruktur müsse der ländliche Raum weiter gestärkt und als Wirtschaftsstandort attraktiver werden.

Auch der Erste Bevollmächtigte der Heidenheimer IG-Metall, Ralf Willeck, begrüßt den verbesserten Umgang der grün-roten Landespolitik mit den Gewerkschaften. Er warnt davor, im Zuge der Flüchtlingsintegration den Mindestlohn aufzuweichen. Das werde es mit der SPD auf keinen Fall geben, bestätigt Stoch, denn das lege die Axt an den sozialen Frieden. Wichtig ist für Willeck die Qualifizierung von Arbeitnehmern ohne oder mit niedrig qualifiziertem Abschluss. Es böte sozialen Sprengstoff, wenn derartige Programme nur für Flüchtlinge kämen. Hier sei ein enger Schulterschluss aller Partner nötig. Willeck stellt dafür die Möglichkeit des so genannten „Tarifvertrag Förderjahr“ vor. Im Kreis Heidenheim sei man bestrebt, eine Förderklasse zusammenzubringen, wobei es hauptsächlich an kooperierenden Betrieben mangele. Stoch verspricht, diese Initiative zu unterstützen, und will sich persönlich mit hiesigen Firmen in Verbindung setzen. Einig war man sich auch, dass es auch weiterhin einen „Zweiten Arbeitsmarkt“ geben müsse. „Besser wir finanzieren Arbeit, als Arbeitslosigkeit“, so Willeck. „Arbeit gibt den Menschen eine wichtige Struktur.“

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de