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Andreas Stoch: „Jetzt abgestuft reagieren. Es gibt mehr Varianten als komplette Öffnung oder komplette Schließung“

Veröffentlicht am 18.11.2020 in Landespolitik

Nach der Bund-Länder-Konferenz vom Montag sind die Bundesländer aufgerufen, eigene Vorschläge für eine bessere Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens an Schulen vorzulegen. SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch fordert, dass endlich ein auf verschiedene Infektionslagen abgestufter Plan erstellt wird:

„Kultusministerin Eisenmann betreibt eine bipolare Politik. Wenn ihr nicht endlich mehr einfällt, kommt nach der kompletten Öffnung um jeden Preis bald wieder die komplette Schließung. Unsere Schulen brauchen aber mehr Möglichkeiten“.

Jörg Fröscher, Rektor an der Ditzinger Gemeinschaftsschule Theodor Heuglin mahnt: „Eine komplette Schulschließung wie im Frühjahr müssen wir unbedingt vermeiden. Bei einer dauerhaften Rückkehr zum Fernunterricht bleiben schätzungsweise 20 Prozent der Kinder bildungsmäßig komplett auf der Strecke, weil nicht jedes Kind einen starken familiären Hintergrund mit Sinn für Digitales hat.“

Deshalb fordert SPD-Fraktionschef Stoch die Einführung eines Wechselbetriebs für alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8. „Die Altersgruppe der 14- bis 34-Jährigen verzeichnet auch im Land die höchsten Inzidenzen. Das lässt sich nicht mehr allein mit Corona-Partys erklären.“ Gerade für Schüler über 14 bzw. ab Klassenstufe 8 ist Fernunterricht aber deutlich sinnvoller als bei jüngeren Jahrgängen. Und Schüler über 14 können auch ohne durchgängige Betreuung der Eltern zuhause bleiben. „Ich fordere Kultusministerin Eisenmann auf, ein rollierendes System für die älteren Schülerinnen und Schüler im Land zu entwickeln.“

Schulkindern in den Klassen 1-7 und deren Eltern sei ein rollierendes System aktuell nicht zuzumuten. „Damit auch jüngere Schülerinnen und Schüler die notwendigen Abstände einhalten können, müssen zusätzliche, weitläufigere Räumlichkeiten für den Unterricht in Betracht gezogen werden. Theater, Bühnen und Museen aber auch Gemeindehallen könnte die Landesregierung kurzerhand anmieten und damit nicht nur Unterricht in einem sicheren Umfeld gewährleisten, sondern gleichzeitig die so gebeutelten Kultureinrichtungen, Vereine und Kirchen unterstützen“, so Stoch.

Die verbesserte Steuerlage eröffne dafür finanzielle Spielräume, die auch für die Einstellung neuer Lehrkräfte genutzt werden müssten: „Im Vergleich zum September verfügt das Land über ein neues Polster von 836 Millionen Euro. Wir erwarten, dass nun 1000 zusätzliche Lehrkräfte eingestellt werden.“ Zudem müsse den Schulen ein Gesamtbudget in Höhe von zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, damit wirksame Unterstützungsangebote endlich realisiert werden können.

Auch für die dringend notwendige Anschaffung von Luftfiltergeräten müsse es ein fest zugewiesenes Budget geben. „Es kann nicht sein, dass sich die Schulleitungen wie bisher zwischen digitalen Endgeräten und der Gesundheit der Schüler entscheiden müssen“, ist sich Stoch sicher: „Es ist Zeit, diese Krise endlich als einen Zustand zu begreifen, der weder morgen noch übermorgen beseitigt sein wird. Und Luftreiniger werden selbst in der Zeit nach der Pandemie nicht nutzlos sein. Sie schützen auch bei jeder Grippewelle.“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert eine Sondersitzung des Landtages in der kommenden Woche. „Das Parlament muss nicht nach, sondern vor der Bund-Länder-Konferenz diskutieren und entscheiden, welchen Weg unsere Schulen im Winter gehen sollen. Alles andere wird der Bedeutung der Entscheidungen nicht gerecht.“, so Andreas Stoch abschließend.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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