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Andreas Stoch hakt nach: Biber-Dämme bei Charlottenhöhle dürfen beseitigt werden

Veröffentlicht am 18.06.2015 in Pressemitteilungen

Nachdem Biber im Landkreis zu Beginn des Jahres massive Schäden angerichtet hatten, bat der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, Andreas Stoch, im Ministerium für Ländlichen Raum um Lösungsvorschläge, um weitere Schäden zu verhindern und ein friedliches Zusammenleben zwischen Biberpopulation und Menschen zu gewährleisten.

Nachdem für die Biberproblematik im Bereich Dischingen mit der Genehmigung der Beseitigung von Biberdämmen bereits eine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte (HZ 27.04.2015), teilt Minister Bonde seinem Kabinettskollegen in seiner Antwort vom 1. Juni nun mit, dass das Regierungspräsidium Stuttgart auch im Fall des Abenteuerspielplatzes an der Hürbener Charlottenhöhle die Ausnahmegenehmigung zum Reißen zweier Dämme in den nächsten Tagen erteilen werde. Damit werde nach Auskunft des Ministers dem Antrag der Gemeinde stattgegeben und zukünftigen Überflutungen entgegengewirkt.

Die Einführung einer finanziellen Entschädigung, wie es sie in Bayern gibt, lehnt Bonde allerdings ab. Bayern habe, so Minister Bonde, diese Entschädigung ursprünglich nicht einführen wollen, fühlte sich aber angesichts einer hohen Populationsdichte mit entsprechenden Schadenszahlen dazu verpflichtet, denn der Freistaat hatte den Biber aktiv angesiedelt und sich damit in die Verantwortung gebracht. Dass der Biber über die Landesgrenze nun auch nach Baden-Württemberg komme, sei nicht zu verhindern, aber nach dem Verursacherprinzip trägt das Land Baden-Württemberg hier keine Verantwortung, unterstreicht Stoch. Eine Entschädigung bei Biberschäden würde außerdem automatisch die Entschädigung für von anderen Tieren verursachte Schäden nach sich ziehen und das Land auf Dauer finanziell überfordern. Auch der bürokratische Aufwand, der bei einem Entschädigungsfonds nicht nur beim Landwirt entstehen würde, stünde dabei in keinem Verhältnis. Vielmehr kündigt der Minister für Ländlichen Raum an, im Rahmen des baden-württembergischen Bibermanagements möglichst frühzeitig tätig zu werden, damit immense Schäden gar nicht erst entstehen können. Dabei sei die möglichst frühzeitige Reaktion der Betroffenen unerlässlich.

Homepage Andreas Stoch

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