Zufallsfoto

Andreas Stoch besucht Leiter des Jobcenters

Veröffentlicht am 01.12.2016 in Wahlkreis

Albert Köble (re.) zeigt Andreas Stoch die aktuellen Zahlen

Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch besuchte den Leiter des Heidenheimer Jobcenters Albert Köble und informierte sich über die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis.

Albert Köble, der den in den Ruhestand verabschiedeten früheren Leiter Norbert Bach im Sommer abgelöst hatte, stellte dabei zwei Themen in den Vordergrund: Die hohe Zahl der Langzeitleistungsbezieher, sprich Hartz IV-Empfänger, und die enorme Aufgabe der Integration von Flüchtlingen und Migranten.

Was die Langzeitarbeitslosigkeit betrifft, merkt Köble an, sei der Landkreis Heidenheim strukturell bedingt schon langjährig Schlusslicht in Baden-Württemberg. Man müsse einfach anerkennen, dass es Menschen gebe, die keine Chance haben, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Deswegen braucht es Instrumente, die darauf angelegt seien, diese Menschen dauerhaft auf dem zweiten Arbeitsmarkt zu beschäftigen. „Wir brauchen einen echten Passiv-Aktiv-Tausch“, wünscht sich der Jobcenterleiter. „Es ist nicht teurer, hier Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit.“ Es gebe einige gute Modelle, wie zum Beispiel die „Verlängerte Werkbank“ der AWO bei GARDENA in Niederstotzingen. Allerdings seien diese zeitlich befristet und setzten die Träger unter enormen Druck, die Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Es brauche die sozialpolitische Einsicht, dass manche Menschen nicht eingliederbar sind, so Köble. Andreas Stoch werde dies mit nach Stuttgart nehmen und über seine Fraktion versuchen, entsprechend auf die Bundespolitik und das Landesarbeitsmarktprogramm einzuwirken. Wobei er befürchtet, dass es durch die Verschiebung der Zuständigkeit für das Gebiet Arbeit vom Sozial- ins Wirtschaftsministerium unter Grün-Schwarz eine Verschiebung der Wertigkeiten gebe und dabei insbesondere der sozialpolitische Blick auf schwer- bzw. nicht vermittelbare Arbeitnehmer verlorengeht.

Hinsichtlich der Integration stehe das Jobcenter vor einer Mammutaufgabe. Es binde viele Ressourcen, Flüchtlinge in Beschäftigung zu bringen und vor allem deren Lebensunterhalt zu sichern. Derzeit kümmerten sich zehn Mitarbeiter im Integrationszentrum im Haintal um 900 Flüchtlinge, 700 davon seien im erwerbsfähigen Alter. Neben dem Sprachproblem, gebe es einen großen Aufklärungsaufwand, denn viele Flüchtlinge kommen aus einem anderen Kulturkreis mit anderer Arbeitswelt und anderer Sozialisation. Dankbar ist Köble für die vielen ehrenamtlichen Helfer insbesondere vom Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, deren wertvolle Arbeit durch einen sozialpädagogisch ausgebildeten Lotsen noch besser koordiniert werden könnte. Das Angebot, junge Flüchtlinge in Qualifizierungsmaßnahmen unterzubringen, hält Köble für ausreichend. Wichtig seien hier Bereitschaft und Stetigkeit vonseiten der Flüchtlinge und vor allem der Faktor Zeit, betont Köble. Der Arbeitsmarkt hier sei noch aufnahmefähig, allerdings gebe es nicht genügend Stellen im Helferbereich und für Ungelernte, das gelte für Deutsche und Migranten gleichermaßen. Problematisch sei auch der starke Zuzug von Migranten aus der EU, die ebenfalls kaum Berufsqualifikationen vorweisen können. Hier sind sich Köble und Stoch einig, dass Zuwanderung nach den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes durch ein Einwanderungsgesetz gesteuert werden muss.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de