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Andreas Stoch besucht Kreisbaugesellschaft

Veröffentlicht am 24.01.2020 in Wahlkreis

Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Chef von Landtagsfraktion und Landespartei, Andreas Stoch, traf sich mit dem neuen Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft Heidenheim GmbH, Jan Termin, zu einem ersten Gedankenaustausch in der Giengener Geschäftsstelle. Beide Gesprächspartner tauchten vor der gegenseitigen persönlichen Vorstellung gleich in das sie verbindende Thema der Wohnraumschaffung als Daseinsvorsorge ein.

Stoch, der seit jeher eng mit der Kreisbau verbunden ist, weil sein Elternhaus in Giengen von der Gesellschaft gebaut wurde, begrüßt die wichtige Funktion der Kreisbaugesellschaft für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Leider wurde der kommunale Wohnungsbau in der Vergangenheit nicht oder nicht genügend wertgeschätzt“, bedauert der Abgeordnete, dass viele Kommunen sich von ihren Wohnbaugesellschaften getrennt haben. Leider muss Stoch feststellen, wenn er im Land unterwegs ist, dass vielen Städten und Gemeinden ein Instrument fehle, um einen ausgeglichenen Wohnungsmarkt und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Deswegen fordere die SPD die Einrichtung einer Landesentwicklungsgesellschaft, die dort, wo ein Instrument wie die Kreisbau nicht vorhanden ist, bezahlbaren Wohnraum schafft bzw. die Kommunen entsprechend berät.

Wo keine kommunalen Wohnungsbaugesellschaften vorhanden sind, fehle den Kommunen häufig neben den preisgünstigen Wohnungen auch ein wesentlicher Einflussfaktor auf die städtebauliche Entwicklung, betont Termin. Leider stand die Wohnraumförderung in der Vergangenheit auch nicht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung, so dass sich die Situation gerade im sozialen Wohnungsbau zunehmend verschärft hat. Andreas Stoch verwies darauf, dass nach den Versäumnissen der CDU-geführten Landesregierungen dank der SPD das Land und der Bund den Wohnungsbau wieder mit erheblichen Beträgen fördern. Der Glaube, ausschließlich der Markt werde alles richten, war insbesondere in der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum nicht der richtige Ansatz, sind sich Stoch und Termin einig. Die Lage im Kreis Heidenheim sei aber noch vergleichsweise entspannt, auch wenn alle Kreiskommunen weiteren Bedarf an Wohnungsbau vermelden. Die Grundstückskosten seien immer noch gemäßigt. Problematischer sind derzeit vor allem die gestiegenen Baukosten und die Bauvorschriften. Auch sei es schwierig, ausreichend Fachkräfte – vom Handwerker bis zum Ingenieur - für die Region zu gewinnen.

Die Kreisbau tätige derzeit kein Bauträgergeschäft, so Termin, sondern baue neue Wohnungen für den Bestand, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus habe man auch den Anspruch, den alten Wohnungsbestand in gutem Zustand zu halten und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln. Die gesunkene Fluktuationsquote zeige, dass auch im Kreis ein wachsender Druck auf dem Wohnungsmarkt herrsche, aber nicht vergleichbar mit Stuttgart oder anderen Großstädten. Stoch unterstreicht, dass bei der Baulanderschließung der Geschosswohnungsbau nicht vergessen werden dürfe. Es könne und wolle sich nicht jeder ein Eigenheim leisten. Termin bestätigt, dass dies bei den Kreiskommunen sehr wohl aufgegriffen wird.

„Wohnen ist ein Gut, aus dem man nicht alles herausholen muss. Aber die Kreisbau sollte als Unternehmen gesund weiterentwickelt werden können“, fasst Termin zusammen. Hierbei sagt Stoch ihm sowohl als Kreisrat als auch als Abgeordneter in Stuttgart seine Unterstützung zu. „Wir müssen endlich wieder in den Mittelpunkt stellen, dass das Wohnen als existentielles Bedürfnis aller Menschen im Sinne der Daseinsvorsorge behandelt wird und nicht nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung“, betont Stoch.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

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Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

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