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Andreas Stoch besucht Kinderhaus in der Au

Veröffentlicht am 08.07.2019 in Wahlkreis

Zu einem Austausch traf sich der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch mit Simon Abele, dem Leiter des Kinderhauses in der Au in Sontheim an der Brenz. Begleitet wurde Stoch vom Chef der Sontheimer SPD-Gemeinderatsfraktion und Kreisrat Rainer Lindenmayer sowie dem früheren SPD-Kreis- und Gemeinderat Willi Häfele. Im Zentrum des Gesprächs standen die gestiegene Nachfrage nach U3-Betreuungsplätzen und mehr Ganztagsbetreuung sowie das derzeit vorm Verfassungsgerichtshof anhängige Volksbegehren zur Gebührenfreiheit von Kitas.

Bei der Führung durchs Kinderhaus erläuterte Abele die Gruppeneinteilung und das pädagogische Arbeiten im Kinderhaus. Verlängerte Öffnungszeiten und Ganztagesbetreuung werden immer stärker von jungen Familien in Anspruch genommen. Das stelle aber auch veränderte Anforderungen an Mitarbeiter und Räumlichkeiten. Insgesamt ist Abele mit der Situation in seiner Einrichtung zufrieden, in der die pädagogische Qualität der frühkindlichen Bildung im Mittelpunkt stehe. „Ziel kann dabei aber nicht sein, die Kinder zu möglichst homogenen Grundschulkindern zu machen. Wir wollen jedem Kind individuell gerecht werden.“ Auch wenn es nicht explizit im Namen stehe, verstehe man sich als Familienzentrum und mache auch den Eltern vielfältige Angebote. Der häufig beklagte Fachkräftemangel sei im Kinderhaus derzeit kein Problem. Man bilde selber aus und übernehme diese Kräfte weitestgehend. Derzeit habe man drei Auszubildende in PIA – praxisintegrierter Ausbildung. Abele befürchtet, dass mit Einführung der Gebührenfreiheit die Kommunen der plötzlich steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen nicht nachkommen und die Qualität unweigerlich darunter leide.

Auch für Stoch, dem als früherem Kultusminister die frühkindliche Bildung besonders am Herzen liegt, muss die Qualität in den Kitas gewährleistet sein. Häufig werde dieses Argument gegen die von der Landes-SPD unter seinem Vorsitz geforderte Gebührenfreiheit ins Feld geführt. „Doch Gebührenfreiheit und Qualität müssen sich nicht ausschließen“ argumentiert Stoch. „Es muss ausreichend Geld zur Verfügung gestellt werden, damit die Kommunen nicht auf den Kosten sitzen bleiben.“ Der Bedarf an Betreuungsplätzen werde zukünftig auch ohne Gebührenfreiheit steigen, nur nicht so rasant. Die Kommunen müssten sich so oder so darauf vorbereiten. Der Bund sei mit dem „Gute-Kita-Gesetz“ in Vorleistung gegangen und das Land müsse hier bei der derzeitigen finanziellen Lage weitaus mehr einbringen. „Die frühkindliche Bildung ist das Fundament jeder Bildungskarriere und gehört damit in die Hoheit des Landes und muss wie Schule oder Hochschule gebührenfrei gestellt werden.“ Es könne nicht sein, dass darüber der Geldbeutel der Eltern oder der Reichtum der jeweiligen Kommune entscheide. Allerdings, so sind sich Abele und Stoch einig, sollten dann auch in Zusammenarbeit mit den Verbänden und der Praxis Qualitätsstandards für die frühkindliche Bildung definiert werden.

Homepage Andreas Stoch

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