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Andreas Stoch besucht Hermaringen

Veröffentlicht am 07.12.2017 in Wahlkreis

Bürgermeister Mailänder erklärt die Pläne fürs Mühlenareal

Der Heidenheimer SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionschef im Stuttgarter Landtag, Andreas Stoch, besuchte im Rahmen seiner regelmäßigen Vororttermine die Gemeinde Hermaringen und kam mit Bürgermeister Jürgen Mailänder und Vertretern des Gemeinderats ins Gespräch. Bürgermeister und Gemeinderäte begrüßten den Abgeordneten im Hermaringer Rathaus, um aktuelle Themen und anstehende Projekte zu besprechen.

Mailänder dankte Stoch zunächst für seine Unterstützung bei den verschiedenen Bauprojekten, die durch das Land finanziell gefördert wurden. Im Zentrum des Gesprächs stand die weitere innerörtliche Entwicklung Hermaringens.

Angeregt durch eine Veranstaltung der Architektenkammer Baden-Württemberg zur Baukultur im ländlichen Raum möchte die Gemeinde mit der Altortreaktivierung fortfahren, bei der Modernisierung aber den ortstypischen Charakter bewahren, berichtet Mailänder. Hierfür wünscht sich die Gemeinde Unterstützung bei der Prozessplanung und der Ausführung. „Gerne stellen wir uns der Architektenkammer als Pilotkommune zur Verfügung“, bietet der Bürgermeister an. Auch Stoch ist der Meinung, dass innerörtliche Potentiale gehoben werden müssen. Es gelte, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und zu erhalten, betont Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister Robert Schmid und verweist auf den Leerstand in der Ortsmitte. Hans-Dieter Diebold regt eine Art Wohnraummanagement an, um ältere Menschen, die aus ihren Häusern in kleinere Wohnungen umziehen möchten, im Ort halten und gleichzeitig Wohnraum für junge Familien zur Verfügung stellen zu können. Hier will die Gemeinde mit dem geplanten Pflege- und Seniorenzentrum sowie den Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Mühlenareal entsprechende Angebote schaffen. Mailänder erklärt das Projekt, bei dem vor allem wichtig sei, dass die Gebäude flexibel genutzt werden können, um auf die unterschiedlichen und sich wandelnden Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen.

In diesem Zusammenhang wurde auch die ärztliche Versorgung thematisiert. Trotz verschiedenster Bemühungen hat Hermaringen seit zehn Jahren keinen Arzt. Hier wünscht sich der Bürgermeister Unterstützung für kleinere Kommunen, zum Beispiel durch einen Infrastrukturzuschuss. „In den Städten regelt der Markt das Angebot. Die kleineren Kommunen müssen immer selbst Geld in die Hand nehmen, um die Grundversorgung zu gewährleisten“, so Mailänder. Für Stoch zählt sowohl das Schaffen von Wohnraum als auch die ärztliche Versorgung zur Daseinsvorsorge. Hier müsse das Land nicht nur den gesetzlichen Rahmen vorgeben, was die Kommunen zu leisten haben, sondern auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung stellen. „Das Land redet die finanzielle Situation der Kommunen schön“, kritisiert Stoch die Landesregierung, die durch den erhöhten Vorwegabzug im kommunalen Finanzausgleich die Kommunen schlechter gestellt habe. „Das macht ca. 30 Euro weniger pro Einwohner aus.“

Weitere wichtige Themen waren der fehlende Lärmschutz entlang der B 492, die Auswirkungen der geplanten Riedanbindung in Giengen und der Ausbau der Brenzbahn. Stoch dankte für die Einladung und sicherte der Gemeinde weiterhin seine Unterstützung zu. „Hermaringen ist bekannt für seine ambitionierten Projekte. Ich bin hier, um auch weiterhin Brücken zum Land zu schlagen“, so der Parlamentarier.

Homepage Andreas Stoch

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