Nachdem an der Spitze der Agentur für Arbeit in Heidenheim ein Wechsel erfolgt war, besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch den neuen Leiter der Einrichtung, Herrn Josef Eggstein.
Nachdem an der Spitze der Agentur für Arbeit in Heidenheim ein Wechsel erfolgt war, besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch den neuen Leiter der Einrichtung, Herrn Josef Eggstein.
Zunächst wurde die noch vor einigen Monaten heftig geführte Debatte um eine Reform der Arbeitsverwaltung erörtert. Beide Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Agentur für Arbeit in Heidenheim dringend notwendig sei. Gerade die aktuellen Geschehnisse auf dem Arbeitsmarkt, nicht zuletzt in Giengen, machen den Standort für die Betroffenen dringend notwendig. Auch zeige die Vermittlungsquote der Heidenheimer Niederlassung, dass am Standort Heidenheim nicht gerüttelt werden darf.
Ebenfalls einig war man sich darüber, dass durch den vom Landkreis Heidenheim gewählten Weg eines Job-Centers, welches von Arbeitsverwaltung und Landkreisverwaltung gemeinsam getragen wird, gerade für die Arbeitssuchenden der beste Weg gefunden wurde. Andreas Stoch betonte, dass, wenn man es ernst mit der Vermittlung auch Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt meine, dieser Personenkreis nicht von der Kompetenz der Agentur für Arbeit abgeschnitten sein darf.
Darüber hinaus wurde eingehend über die neusten Arbeitsmarktzahlen in der Region und im Landkreis Heidenheim diskutiert. Es zeigt sich hier insbesondere, dass im Bereich der Leih- und Zeitarbeit Handlungsbedarf besteht. Diese Stellen machen mittlerweile einen Großteil der zu besetzenden freien Stellen aus. Es muss jedoch im Interesse der Solidargemeinschaft liegen, möglichst viele Menschen in stabile und feste Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.
Ebenfalls wurde über Handlungsmöglichkeiten für Arbeitsverwaltung und Politik im Hinblick auf Unternehmensinsolvenzen, wie zuletzt in Giengen, diskutiert. Hier zeige sich, dass der Arbeitsmarkt derzeit, gerade für junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte, aufnahmefähig sei. Es müsse nun stärker in den Fokus gerückt werden, dass auch ältere Arbeitnehmer, die über Jahrzehnte gute Leistungen erbracht und Kompetenz gesammelt haben, für die Unternehmen und Betriebe in unserer Region ein Gewinn sein können. Gleiches gelte im übrigen auch für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich teilweise schwer tun, Lehrstellen zu finden.
Stoch und Eggstein waren sich einig, dass trotz der aktuell guten Arbeitsmarktsituation die Anstrengungen nicht reduziert werden dürfen, gerade für diese Personengruppen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Hierzu ist gerade im Hinblick auf den bereits vielfach beklagten Fachkräftemangel ein intensiver Dialog auch mit den potentiellen Arbeitgebern notwendig.
Homepage Andreas Stoch
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
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