Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch traf sich zu einem Gespräch mit dem Leiter der Agentur für Arbeit in Aalen, Peter Baur, und dem Leiter der Heidenheimer Geschäftsstelle, Josef Eggstein.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch traf sich zu einem Gespräch mit dem Leiter der Agentur für Arbeit in Aalen, Peter Baur, und dem Leiter der Heidenheimer Geschäftsstelle, Josef Eggstein.
In einem intensiven Austausch über die derzeitige Arbeitsmarktsituation in der Region Ostwürttemberg und speziell im Landkreis Heidenheim zeigten sich die Gesprächspartner erfreut darüber, dass die Arbeitslosigkeit eine rückläufige Tendenz aufweist. Allerdings ist die Arbeitslosenquote in Heidenheim mit 4,5 Prozent die höchste in der Region Ostwürttemberg.
Hervorgehoben wurde von den verantwortlichen Agenturleitern, dass die Region insgesamt gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise gekommen sei, wobei vor allem die politischen Entscheidungen zur Regelung der Kurzarbeit hilfreich gewesen seien.
Bereits heute sei erkennbar, dass für die Unternehmer der Region zur Fachkräftesicherung sowohl verstärkte Bemühungen bei der Ausbildung als auch bei der Qualifizierung und Weiterbildung notwendig werden. Andreas Stoch zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Angeboten der Agentur für Arbeit. Leider würden diese vonseiten der Arbeitgeber zum Teil noch zögerlich in Anspruch genommen, erfuhr der Abgeordnete.
Im Hinblick auf die Interessen des Arbeitsmarktes, aber auch für eine verstärkte Integration seien größere Anstrengungen zur Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund wichtig. Gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten würde vermehrt für Ausbildung und Qualifizierung von Migranten geworben. „Diese Potentiale dürfen in unserer Gesellschaft nicht vernachlässigt werden“, betonte Stoch und verweist auf die Integrationspolitik der grün-roten Landesregierung.
Obwohl die Arbeitslosigkeit generell sinke, nehme sie bei Älteren und Schwerbehinderten nicht im gleichen Maße ab. Langzeitarbeitslosen sollen zusätzliche Beratungs- und Vermittlungsangebote von der Arbeitsagentur in Absprache mit den Grundsicherungsstellen angeboten werden. Mit einem Landesarbeitsmarktprogramm werde die Arbeits- und Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) gezielt innovative Projekte unterstützen, die vor allem Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren, kündigte Stoch an. Problematisch sei, dass fast die Hälfte aller gemeldeten offenen Stellen aus der Zeitarbeitsbranche komme. Stoch betonte hier, dass politisch eingegriffen werden müsse. Allerdings sei dies Aufgabe der Bundespolitik und er hofft auf einen Wechsel bei der Bundestagswahl 2013.
Abschließend diskutierten die Gesprächspartner über die Neuorganisation der Bundesagentur für Arbeit. Andreas Stoch wies darauf hin, dass aus Heidenheimer Sicht Fusionen nicht wünschenswert seien. Gerade der Heidenheimer Arbeitsmarkt benötige dringend die bisher gut funktionierende und erprobte Struktur der Arbeitsagentur. Dabei hob er vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Heidenheim hervor. Die Gesprächsteilnehmer sind sich einig, dass für Heidenheim die richtige Entscheidung getroffen wurde, das Jobcenter in gemeinsamer Trägerschaft von Landkreis und Agentur für Arbeit zu belassen.
Homepage Andreas Stoch
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
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