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Achte Ausgabe der Kurpfalz-Horizonte: Volles Haus in der Café-Rösterei Bonafede

Veröffentlicht am 26.01.2026 in Pressemitteilungen

Hockenheim. „Das Leben kommt von vorne“ – mit diesen Worten eröffnete Daniel Born, Landtagsabgeordneter aus Schwetzingen und ehemaliger Vizepräsident des Landtags von Baden-Württemberg, die achte Ausgabe seiner Veranstaltungsreihe Kurpfalz-Horizonte in der Café-Rösterei Bonafede. Ein voll besetztes Café, intensive Gespräche und viel persönliche Offenheit prägten den Abend, der sich ganz um Neuanfänge, gesellschaftliches Engagement und die Kraft des Handelns drehte. „Veränderung ist kein Ausnahmezustand, sondern Teil unseres Lebens – auch wenn sie uns manchmal Angst macht“, sagte Born. Er berichtete von eigenen Erfahrungen, schwierige Entscheidungen zu treffen, Umwege zu gehen und neue Wege zu wagen. Dabei verband er die persönlichen Geschichten der Gäste mit gesellschaftlichen Fragestellungen.

Zu Beginn erzählte Michael Dahlinger, evangelischer Pfarrer aus Hockenheim, von der Umstrukturierung der Kirchengemeinde HoRAN, in der vier Gemeinden zu einer neuen Einheit zusammengeführt wurden. „Es geht darum, überholte Strukturen hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Viele sehen darin eher einen Verlust – ich sehe wunderbare Entwicklungsmöglichkeiten“, erklärte Dahlinger. Born hakte nach, wollte wissen, wie die Predigtreihe „Neuland“ Menschen in diesen Veränderungsprozess einbindet, und Dahlinger schilderte eindrücklich, wie seine Arbeit als koordinierender Notfallseelsorger ihm auch für seine Leitungsaufgaben in der Gemeindearbeit hilft, Orientierung zu geben, auch in schwierigen Situationen. „Göttliche Kraft und menschliches Wagen wirken zusammen. Ich erinnere mich an Momente, in denen Mut und Beistand neue Wege eröffneten.“

Der Blick auf Engagement, Ehrenamt und Inklusion folgte mit Jens Rückert, Vorstand und Ressortleiter für Inklusion & Integration beim TV Schwetzingen 1864. Er berichtete von erfolgreichen Projekten mit Kindern und Jugendlichen sowie vom preisgekrönten inklusiven und integrativen Sportformat OPEN SPORTY SUNDAY für alle Kinder mit und ohne Beeinträchtigung, auch mit Assistenzbedarf. „Wir erleben immer wieder, dass junge Menschen in der Gruppe über sich hinauswachsen können, wenn man ihnen etwas zutraut. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern erst einmal überhaupt anzufangen“, erklärte Rückert. Born fragte nach, wie er Ehrenamtliche motiviert und langfristig begeistert. Rückert betonte, dass ein echter Teamgeist, die gemeinschaftliche Verantwortung und der gemeinsame Spaß, etwas Sinnvolles zu bewirken, entscheidend seien. Über den monatlich stattfindenden kostenfreien OPEN SPORTY SUNDAY sagte er: „Die Idee entstand aus der inneren Überzeugung, dass körperliche Bewegung bestehende Barrieren auch in den Köpfen dauerhaft überwinden kann. Im organisierten Vereinssport ist es nicht immer leicht, den individuellen Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden und ihnen die persönliche Teilhabe und den einfachen Zugang niederschwelliger Sportangebote zu ermöglichen – aber mit angepassten Strukturen, der nötigen Geduld und dem wirklichen Willen, Inklusion und Integration im Verein auch tatsächlich zu leben, gelingt es. Die teilnehmenden Kinder lernen Respekt, Verständnis und Freude am Miteinander – und das wirkt sich unmittelbar auch auf ihr gesamtes Sozialverhalten positiv aus.“

Auch Yasmin Shabani, Vizepräsidentin der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft, Arbeitsmarktexpertin und Mutter einer fünfjährigen Tochter, berichtete von ihrem eigenen, ganz persönlichen Neuanfang: Geboren und aufgewachsen in Dubai kam sie 2016 nach Deutschland, unterstützt durch ein Stipendium der CSU-nahen Hans-Seidel-Stiftung, und verband ihre berufliche Karriere mit starkem zivilgesellschaftlichem Engagement. „Neuanfänge sind selten bequem, aber sie eröffnen Chancen. Mein Engagement verbindet verschiedene Ufer – Frauenpolitik, europapolitisches Engagement und demokratisches Brückenbauen. Es geht immer darum, Wege zu schaffen, die Menschen zusammenbringen“, sagte sie. Born ließ sich Details zu ihrem Engagement erzählen, zu Rückschlägen und zur Beharrlichkeit, die nötig ist, um Projekte umzusetzen. „Neben Kaffee braucht man Durchhaltevermögen, Tapferkeit und die Überzeugung, dass man an Veränderungen etwas bewirken kann“, ergänzte Shabani lachend.

Immer wieder griff Born ein, stellte Fragen, verknüpfte die Erfahrungsberichte der Gäste mit gesellschaftlichen Perspektiven und lenkte die Gespräche auf konkrete Impulse, wie Neuanfänge, Engagement und Inklusion gelingen können. Am Ende des Abends wurde deutlich, dass Lebenswege selten geradlinig verlaufen, Neuanfänge aber möglich sind, wenn Mut, Unterstützung und gemeinsames Handeln zusammenkommen. „Es gibt kein fertiges Rezept für gelingende Lebenswege“, fasste Born zusammen. „Aber wir können Räume schaffen, in denen Erfahrungen geteilt werden, Mut entsteht und neue Gedanken wachsen. Genau das ist heute passiert.“

Das Demokratieformat Kurpfalz-Horizonte, das Daniel Born vor drei Jahren initiiert hat, bringt Menschen aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Praxis zusammen. Ziel ist es, persönliche Erfahrungen mit aktuellen gesellschaftlichen Themen zu verbinden, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und den Dialog in der Region zu stärken.

Homepage Daniel Born

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