Zufallsfoto

Abraham: „Gute Arbeit kommt dann für viele Beschäftigte, wenn gute Bedingungen geschaffen werden“

Veröffentlicht am 09.03.2021 in Wahlkreis

Die SPD wollte Baden-Württemberg dauerhaft positionieren als Musterland für gute Arbeit, mit einem ökologisch-sozialen Umbau der Wirtschaft und der Arbeitswelt, so Simon Abraham, der Zweitkandidat von Daniel Born.

Eppelheim. In einem Online-Talk der SPD Eppelheim sprach Simon Abraham über die Arbeitswelt in Baden-Württemberg. Der Zweitkandidat der SPD übernahm kurzfristig das Referat zu der Veranstaltung, da der Landtagsabgeordnete Daniel Born an einer Sondersitzung des Landtags aufgrund der neuen Corona-Beschlüsse in Stuttgart teilnehmen musste.

Mit Simon Abraham hatte die SPD Eppelheim aber für kompetenten Ersatz gesorgt. „Wir als SPD wollen Baden-Württemberg dauerhaft positionieren als Musterland für gute Arbeit, mit einem ökologisch-sozialen Umbau der Wirtschaft und der Arbeitswelt. Nur wenn wir den Wandel der Arbeitswelt als Chance für eine nachhaltige Gesellschaft und Wirtschaft begreifen, können wir ihn im Interesse unserer Bürger nutzen“, so Abraham.

Der Schwetzinger Gemeinderat stellte klar, dass die Auswirkungen der Pandemie für viele Unternehmen und Selbstständige, aber auch für die Beschäftigten große Unsicherheit und Verzweiflung mit sich bringen. In bestimmten Branchen sei schon der Arbeitsplatzabbau zu spüren, vor allem auch in Unternehmen, die vom Export leben. Die Krise habe den Wandel der Arbeitswelt zusätzlich beschleunigt, stellte Abraham fest: „Wir müssen die Transformation aktiv gestalten und zwar als gesamtgesellschaftliches Projekt. Zum Beispiel durch eine Task Force, in der Vertreter aller Interessengruppen gemeinsam erarbeiten, wie der Wohlstand unseres Landes für alle wachsen kann. Dabei ist aber klar: Die SPD wird um jeden Industriearbeitsplatz kämpfen.“

In der anschließenden Diskussion stand vor allem das Thema Weiterbildung im Fokus. So machte der SPD-Zweitkandidat deutlich, dass es neben Weiterbildungsfonds für Beschäftige, auch eine staatliche Ausbildungsplatzgarantie für junge Menschen geben muss. Das lebenslange Lernen zu fördern, wie es bereits in einigen Tarifverträgen vorgesehen ist, komme letztlich allen zugute. „Gute Arbeit kommt dann für viele Beschäftige, wenn gute Bedingungen durch Tarifverträge geschaffen werden. Deshalb wollen wir das Landestariftreuegesetz weiterentwickeln zu einem Tariftreuegesetz, das für alle öffentlichen Vergaben gelten soll. Das Land hat eine Vorbildfunktion, und das gilt gleichermaßen auch für Leiharbeit und Werkverträge“, so Simon Abraham.

Ein Teilnehmer der Debatte thematisierte auch die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt. Neben der Forderung nach gleicher Bezahlung von Männern und Frauen sei es auch die Gleichstellung von Schwerbehinderten ein wichtiges Ziel. Die SPD-Kreisrätin Renate Schmidt, die dem SPD-Ortsverein Eppelheim angehört, stellte hier klar: „Der Rhein-Neckar-Kreis hat Zielvereinbarungen getroffen mit dem Schwerpunkt, Menschen mit Schwerbehinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es darf keine Benachteiligung bei deren Vermittlung geben.“ Abraham verwies auf große Erfolge, die im Bereich der Inklusion bereits erzielt wurden: „In den letzten Jahren gab es wichtige Initiativen von Arbeitsminister Hubertus Heil, um die Möglichkeiten sozialer Teilhabe zu verbessern. Es ist ein langer Weg, auf dem man dicke Bretter bohren muss. Aber jeder Mensch hat seinen Wert und wird in der Gesellschaft gebraucht.“ Der SPD-Kommunalpolitiker und Ersatzkandidat für die Landtagswahl bezeichnete es zudem als großen Erfolg, dass das von der ehemaligen baden-württembergischen Arbeitsministern Katrin Altpeter entwickelte Landesarbeitsmarktprogramm zum Bundesprogramm weiterentwickelt wurde.

Einigkeit herrschte die besonders wichtige Rolle der Bildungspolitik im Zusammenhang mit der Jobsuche: „Deutschland hat keine großen Ressourcen und Bildung ist das höchste Gut, dass wir haben. Sie ist die Voraussetzung für den Erwerb eines guten und sicheren Arbeitsplatzes. Deshalb ist der Handlungsbedarf in diesem Bereich sehr hoch“, so ein Teilnehmer. Dem stimmte auch Simon Abraham zu: „Es muss ein Bildungsversprechen an die junge Generation geben. Eine Gebührenfreiheit von der Kita bis zum Meisterbrief, die Weiterbildung als ständiger Begleiter des Lebens, es muss Philosophie und Arbeitsethos werden. Denn jeder Euro, den wir in Bildung investieren, wird um ein Vielfaches verzinst. Dafür braucht es eine starke SPD!“

Der Zweitkandidat betonte zum Abschluss der Veranstaltung: „Die Menschen in unserem Land brauchen endlich wieder eine Regierung, die die Sorgen der Menschen ernst nimmt und Lösungen anbietet. Veränderung mit sozialer Verantwortung wird ohne die Sozialdemokratie auch weiterhin nicht funktionieren. Dafür stehen Daniel Born und ich gemeinsam.“

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de