Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Die positive Entwicklung beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige ist ein großer Erfolg für die Familien und Kinder in unserem Land.“
Staatssekretärin Marion v. Wartenberg: „Die positive Entwicklung beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige ist ein großer Erfolg für die Familien und Kinder in unserem Land.“
Nach einem Jahr Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder wird deutlich, dass der Ausbau im Land gut voranschreitet. Am Stichtag 1. März 2014 wurden 76.668 Kinder unter drei Jahren in Baden-Württemberg betreut. Das entspricht einem Zuwachs von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2013: 68 367 Kinder). Damit liegt die Zuwachsrate in Baden-Württemberg über dem bundesweiten Schnitt von 10,6. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.
„Die positive Entwicklung beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige ist ein großer Erfolg für die Familien und Kinder in unserem Land. Die große Kraftanstrengung der Städte, Gemeinden und Träger, die durch den Pakt für Familien mit Kindern der Landesregierung mit den Kommunen möglich wurde, ist deutlich zu sehen“, sagt Staatssekretärin Marion v. Wartenberg. Auch das befristete Flexibilisierungspaket, das das Land gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden, den freien Trägerverbänden und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales auf den Weg gebracht hat, habe gezeigt, dass diese Verantwortungsgemeinschaft Ausbau und Qualität gleichgewichtig sieht. „Natürlich dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen weitermachen. Insbesondere in den Großstädten und Ballungszentren gibt es noch großen Bedarf nach verlässlicher und guter Betreuung“, betont die Staatsekretärin.
„Entscheidend ist die Qualität: Jeder geschaffene Platz muss ein guter Platz sein, egal ob in der Kita oder in der Kindertagespflege", betonte die Staatssekretärin. Das Flexibilisierungspaket ermöglicht den Kommunen und Trägerverbänden flexible und unbürokratische Lösungen beim weiteren, bedarfsgerechten Ausbau, die jedoch stets die Qualität der Angebote in den Mittelpunkt stellen. Dass die Landesregierung die Qualität der Kinderbetreuung voranbringt, hat der Ländermonitor "Frühkindliche Bildungssysteme" 2014 der Bertelsmann-Stiftung vergangene Woche erneut bestätigt. Wie bereits im vergangenen Jahr belegt Baden-Württemberg neben Bremen den Spitzenplatz beim Betreuungsverhältnis. Mit einem Personalschlüssel im U3-Bereich von 1 zu 3,3 (d.h. eine Erzieherin ist im Schnitt für 3,3 Kinder verantwortlich) entspricht Baden-Württemberg den Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung von 1 zu 3. Damit ist „Baden-Württemberg im Kita-Bereich auf dem Weg zum Musterländle“, urteilt der Ländermonitor.
Die Ankündigung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, mit allen Ländern insbesondere Qualitätsfragen regelmäßig zu thematisieren, stoße entsprechend auf offene Ohren in Baden-Württemberg: „Eltern erwarten zu Recht eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung. Es ist wichtig, dass wir uns dazu austauschen, um gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren zu können“, betont v. Wartenberg. Ebenso begrüße die Staatssekretärin die Ankündigung des Bundes, bundesweit zusätzliche 400 Millionen Euro für die Sprachförderung einzusetzen. „Eine früh einsetzende Sprachförderung ist das A und O für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung. Deshalb setzt Baden-Württemberg hier einen Schwerpunkt“, so die Staatssekretärin.
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
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