Zufallsfoto

Bericht aus Stuttgart

Veröffentlicht am 16.11.2018 in Landespolitik

Es ist an der Zeit, wieder einmal aktuelle Themen aufzugreifen und über meine Arbeit und meine Positionen zu berichten. Mein neuester "Bericht aus Stuttgart" widmet sich den folgenden Themen: Sicherheitslage in Freiburg, Positionen der Landtagsfraktion zur Gemeinwohl-Ökonomie und zur Einrichtung einer Pflegekammer, sozialdemokratische Aufrufe zu Umwelt-, Naturschutz- und Klimapolitik.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau im Industriegebiet Nord habe ich zahlreiche Gespräche zu diesem Thema geführt. Die Freiburger*innen haben angesichts dieses schrecklichen Ereignisses viel Mitgefühl gezeigt. Gleichzeitig sind viele Menschen auch aufgebracht, weil die Informationen über die Umstände der Festnahmen und die Vergangenheit der Täter nur mit Verzögerung und stückweise bekannt gegeben wurden.
Hinzukommt, dass der Innenminister versucht, mit ein paar Trostpflästerchen die Sicherheitslage in Freiburg zu verbessern. Es reicht nicht aus, die bereits bestehende Sicherheitspartnerschaft des Landes mit der Stadt Freiburg aufzupolieren. Das lassen wir ihm nicht durchgehen. Es ist jetzt an der Zeit, endlich die Personalstärke der Polizei der Situation in Freiburg anzupassen. Aufgrund der geografischen Lage der Stadt in Grenznähe, der Kriminalitätsrate sowie des hohen Einzugsbereiches von beliebten Diskotheken und Vergnügungsangeboten halte ich dies für zwingend erforderlich. Auch zahlreiche Demonstrationen in der Innenstadt und Sicherheitsmaßnahmen bei Bundesligaspielen machen regelmäßig die Bereitstellung vieler Einsatzkräfte notwendig.
Deshalb ist es erforderlich, dass nach der ersten Phase der Polizeistrukturreform jetzt die zweite folgt. Das Personal ist heute vorhanden. Es gibt Regionen im Land, die über eine Überversorgung verfügen. Der Innenminister steht jetzt in der Pflicht zu handeln. Traurig, dass immer erst Schlimmes passieren muss, bis das Nötige getan wird.

Gute Nachrichten gibt es aus der Landtagsfraktion. Mein Vorschlag, uns dem Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie anzunähern, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Gemeinwohl-Ökonomie beschreibt eine soziale, ökologische, liberale und ethische Marktwirtschaft, die nicht auf Gewinnstreben und Konkurrenz beruht, sondern auf Gemeinwohl-Streben und Kooperation. Wie bereits in vielen anderen Städten gibt es auch in Freiburg eine Lokalgruppe sowie einige Pionierunternehmen, die bereits mit einer sogenannten Gemeinwohl-Bilanz über ihren Beitrag zur Mehrung des Gemeinwohls berichten. Als Landtagsfraktion haben wir in der vergangenen Woche ein Positionspapier zur Gemeinwohl-Ökonomie mit Forderungen an die Landesregierung beschlossen (siehe Link).

Die Landesregierung hat wie vorgesehen eine Umfrage bei den Beschäftigten im Pflegebereich durchgeführt, um ihre Ansichten zur Einrichtung eine Pflegekammer zu erfahren. Von den Abstimmenden haben sich 68% für eine Pflegekammer ausgesprochen. Die Art und Weise der Befragung wird von der SPD-Landtagsfraktion jedoch kritisiert. Zwar wurden die befragten Pflegekräfte von der Landesregierung mit einem Flyer über die Konsequenzen der Einführung einer Pflegekammer informiert. Im Fragebogen wurden aber vor allem die Begriffe Pflichtmitgliedschaft und Pflichtbeitrag vermieden. So kam es dazu, dass es 18% aller Befürwortenden einer Pflegekammer in der Befragung ablehnten, einen Beitrag zu einer Pflegekammer zahlen – obwohl sich Kammern (im Wesentlichen) nur durch die Beiträge der Mitglieder finanzieren können. Aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion hat deshalb die Befragung der Pflegekräfte die im Vorfeld am meisten kritisierten Punkte umgangen und das Ergebnis ist damit nicht schlüssig. Wir werden diese Kritik im Gesetzgebungsverfahren vorbringen und eine öffentliche Anhörung beantragen.

Neuigkeiten gibt es auch in einem Themenfeld, für das ich mich mit Herzblut im Landtag, im Wahlkreis und als stellvertretende Landesvorsitzende engagiere: die Umwelt-, Naturschutz- und Klimapolitik. In der vergangenen Woche habe ich gemeinsam mit unserer Bundesumweltministerin Svenja Schulze und 33 weiteren SPD-Politikern den Aufruf „Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft zusammen denken“ für das SPD-Debattencamp unterzeichnet (siehe Link). Ebenso bin ich eine der Erstunterzeichner*innen des am 14. November veröffentlichten „Sozialdemokratischen Energiewende-Appells“. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Online-Plattform www.energiewende-appell.de. Ich bin davon überzeugt: Als Sozialdemokraten müssen wir wieder entschieden und mutig für diese Themen eintreten und dürfen sie nicht anderen Parteien überlassen!

Homepage Gabi Rolland MdL

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de