Die Mannheimer Abgeordneten Fulst-Blei und Weirauch fordern Umdenken von der Landesregierung
Der neue Haushaltsentwurf der grün-schwarzen Landesregierung löst bei Dr. Stefan Fulst-Blei, dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion nicht nur Verwunderung, sondern Entsetzen aus.
Im Bildungsetat sollen 1.074 Lehrerstellen gestrichen werden. „Wir bekommen aus den Schulen in Mannheim die Rückmeldung, dass mehr und keineswegs weniger Lehrkräfte gebraucht werden. Kultusministerin Eisenmann regiert hier völlig an der Realität vorbei“, so Fulst-Blei.
Nach dem schlechten Abscheiden Baden-Württembergs in Schulvergleichsstudien, wollte das CDU-geführte Kultusministerium eigentlich Bildungsqualität in den Fokus rücken. „Eine unzureichende Lehrerversorgung macht den Unterricht nicht besser, sondern im Gegenteil schlechter“, kritisiert Dr. Boris Weirauch.
Viele Schulen in Mannheim hätten schon jetzt zu viele Unterrichtsausfälle zu verzeichnen und die Lehrkräfte müssten oft fachfremd unterrichten. „Die Deputate trotz zusätzlicher Aufgaben, wie die Inklusion und Integration, auch noch zu kürzen, ist das völlig falsche Signal. Gespart wird hier auf Kosten unserer Kinder“, so Weirauch.
Die SPD-Landtagsfraktion versucht das grün-schwarze Streichkonzert mit Nachdruck zu verhindern und fordert darüber hinaus den Ausbau von Förderstunden an den Grundschulen. Angesichts steigender Schülerzahlen und einer heterogenen Schülerschaft, will die SPD die Grundschulen mit 180 zusätzlichen Deputaten stärken. Fulst-Blei erwartet nicht, dass Kultusministerin Eisenmann in den Haushaltsverhandlungen doch noch Einsicht zeigt und sich von ihrer verantwortungslosen Sparpolitik verabschiedet.
Enttäuscht ist die SPD-Landtagsfraktion jedoch auch vom ehemaligen Koalitionspartner: „Die Grünen machen sich aber mitschuldig, indem sie nur tatenlos zusehen, wie unsere Schulen in die Knie gezwungen werden“ so Weirauch.