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1,5 Mio. Euro für innovative Inklusionsprojekte

Veröffentlicht am 25.09.2014 in Landespolitik

Der Mannheimer Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei begrüßt die Entscheidung des baden-württembergischen Sozialministeriums, dem Mannheimer Frauenhaus e. V. für das Projekt „ Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“, Projektfördermittel in Höhe von 25.671 Euro zu bewilligen. Das Mannheimer Frauenhaus leistet seit vielen Jahren hervorragende Arbeit. Mit dem Projekt wird der Aufbau von Vernetzungsstrukturen zum Schutz von Frauen mit Behinderung vor Gewalt gefördert. 

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Ich bin ganz begeistert von den vielen guten Ideen, mit denen Menschen mit und ohne Behinderungen Inklusion mit Leben füllen“

 

Sozialministerin Katrin Altpeter hat am Donnerstag (25. September) die 37 Modellprojekte bekannt gegeben, die im Rahmen der Projektförderung „Impulse Inklusion“ finanziell unterstützt werden. Gefördert werden innovative Projekte von Selbsthilfeorganisationen, Behinderteneinrichtungen, Kommunen und Vereinen, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen in Baden-Württemberg voranbringen wollen. Dafür  stehen rund 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. „Inklusion kann nur gelingen, wenn die ganze Gesellschaft sich daran beteiligt. Deshalb fördern wir Menschen, die sich in ihren Gemeinden oder ihrer Nachbarschaft dafür engagieren, den Inklusionsgedanken in die Tat umzusetzen. Ich bin ganz begeistert, wie viele innovative Initiativen es bei uns im Land bereits gibt“, sagte die Ministerin in Stuttgart.

 

Ausgewählt wurden insbesondere Projekte, die Menschen mit Behinderungen politische, gesellschaftliche oder kulturelle Lebensräume eröffnen, die ihnen bisher nicht oder nur schwer zugänglich sind. Drei Beispiele in Kürze:

 

·     Der Landesverband der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen will in Stuttgart Menschen mit Behinderung als Co-Referenten für eine inklusive Erwachsenenbildung auszubilden. Dabei sollen Kooperationen mit ortsnahen Bildungsträgern wie der VHS entstehen.

·     Mit dem „Inklusiven Freiwilligen-Dienst“ ermöglicht der Kreisjugendring Esslingen zunächst 40 jungen Menschen mit und ohne Behinderungen einen gemeinsamen Freiwilligendienst in einer sozialen Einrichtung. Der Jugendliche mit Behinderungen übernimmt dabei einen Freiwilligendienst, der Jugendliche ohne Behinderungen unterstützt ihn bei dieser Aufgabe und übernimmt die persönliche Assistenz.

·     Die Stadt Schwäbisch Gmünd will bereits vorhandene Gremien und Netzwerke nutzen, um gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen einen eigenen Aktionsplan für die Gemeinde zu erarbeiten und umzusetzen. Die Umsetzung der Maßnahmen sollen regelmäßig vom Gemeinderat und Menschen mit Behinderungen überprüft werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt bei der Projektauswahl lag auf Projekten, bei denen mehrere Partner gemeinsame Netzwerkstrukturen aufbauen. Hierzu gehören:

 

·     Die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg will in Stuttgart Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung zu Inklusionsbotschaftern ausbilden, die in den Migrantenverbänden über Fördermöglichkeiten und Unterstützungssysteme für Menschen mit Behinderungen informieren.

·     Der Diakonieverein beim Diakonischen Werk Freiburg will mit dem Projekt „Das ist mein Weg – vielleicht begegnen wir uns mal“ besondere Lebens- und Berufswege junger Menschen in den Mittelpunkt stellen. Sozialräume, Wege und Ort sollen erschlossen werden, die die Suche nach dem „richtigen Platz“ für junge Menschen erleichtern.

·     Das vor einem Jahr in Lenningen im Kreis Esslingen gegründete Aktionsteam Inklusion hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderungen stärker in die Angebote der regionalen Vereine und Kommunen einzubeziehen. Im Rahmen des Projekts „Inklusion auf der Spur“ sollen Vereine für das Thema Behinderung sensibilisiert werden und Begegnungs- und Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

Bei der Auswahl der Projekte wurde die Ministerin von Expertinnen und Experten aus den Wohlfahrtsverbänden und Kommunen sowie von Vertreterinnen und Vertretern von Menschen mit Behinderungen beraten. Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass in den geförderten Projekten Menschen mit und ohne Behinderungen die Projekte gemeinsam entwickeln, planen und durchführen.

 

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

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Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

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findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

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