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Gesprächsrunden statt Problemlösung bei der Münstertalbahn – Gabi Rolland kritisiert Landesregierung

Veröffentlicht am 03.02.2023 in Pressemitteilungen

Die Landesregierung sieht wenig Möglichkeiten, die Situation der Passagiere der Münstertalbahn zu verbessern. Auch der Viertelstundentakt von Freiburg nach Bad Krozingen soll erst frühestens 2038 umgesetzt werden. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Gabi Rolland an das Verkehrsministerium hervor.

Immer wieder kommt es auf der Strecke der Münstertalbahn aufgrund von Personalmangel zu Verspätungen und Zugausfällen. Im Monat Dezember fielen alleine im Freiburger Netz über 10000 Fahrplan-Kilometer aus. Verschlimmert wird die Situation zusätzlich durch die unzuverlässige Kommunikation. Häufig warten Passagiere vergebens auf das „Bähnle“, ohne von der DB-App oder den Informationsanzeigen am Gleis über die Ausfälle benachrichtigt zu werden. „Die unzureichenden Auskünfte über Ausfälle und Verspätungen sind auf der Münstertalbahn seit circa 10 Jahren ein Problem. Seitdem haben Landesregierung und Verkehrsunternehmen immer wieder Gespräche darüber angekündigt. Passiert ist bisher aber wenig“, so Rolland.

„Landesregierung und SWEG sehen die Probleme beim Personalmangel und der Fahrgastinformation, können aber keine konkreten Lösungen vorlegen und kündigen stattdessen Gesprächsrunden an. Leidtragende sind die Passagiere, die unter den massiven Zugausfällen zu leiden haben. Besonders im Winter führt dies dazu, dass doch wieder viele Fahrgäste auf das Auto umsteigen. So kommen wir mit der Verkehrswende nicht voran“, kritisiert Gabi Rolland.
Um die Situation zu verbessern, fordert Rolland, dass die Zugverbindungen ins Münstertal nicht nur zuverlässiger, sondern auch häufiger angeboten werden müssen: „Wir brauchen einen Viertelstundentakt von Freiburg nach Bad Krozingen.“ Der zusätzliche Zug könne dann auch als Direktverbindung von Freiburg ins Münstertal eingesetzt werden, um die Qualität der Verbindung weiter zu erhöhen.

Die Landesregierung hat den Viertelstundentakt zumindest für die Stecke Freiburg-Bad Krozingen angekündigt. Die Umsetzung ist aber erst nach dem Ausbau der Rheintalbahn vorgesehen, die frühestens 2038 fertigstellt werden soll.

„Das kommt viel zu spät“, kritisiert Gabi Rolland. „Statt nach Lösungen zu suchen, versteckt sich die Landesregierung wieder einmal hinter dem Rheintalbahnausbau und der Deutschen Bahn. Wenn wir es aber mit der Verkehrswende ernst meinen, können wir nicht 15 Jahre warten. Das Land wird seiner Verantwortung nicht gerecht, hier mit der nötigen Tatkraft voranzugehen.

Homepage Gabi Rolland MdL

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