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Ergebnisprotokoll Runder Tisch "Klimaschutz - sozial gerecht", 7.12.2021 – Wälder von morgen

Veröffentlicht am 08.12.2021 in Aktuelles

Wie müssen unsere Wälder sich verändern, wie müssen wir die Wälder verändern, damit sie in 50, 100 oder mehr Jahren noch lebendige Wälder sind, von denen wir profitieren? Über diese und andere Fragen sprachen wir bei unserer letzten Sitzung des Runden Tisches „Klimashutz – sozial gerecht“ mit Dr. Axel Albrecht am 7.12.2021.

Wälder von morgen – Baumarteneignung unter Klimawandel in Baden-Württemberg“

  • Zentrale Frage: Wie wirken sich die Veränderungen im Klima auf Wald und Waldbewirtschaftung aus?

  • Doppelrolle des Waldes beim Thema Klimawandel

    • als Opfer: Wachstumsverluste durch klimatische Veränderungen, Dürre und Insektenschaden, Stürme

    • als Helfer: Minderung der Treibhausgas-Emissionen (Derzeit ca. 14 %), ökologisch und nachhaltig erzeugter Rohstoff Holz

Wald- und Baumartenforschung an der FVA

  • Modell Baumarteneignung: Konkurrenz, Pfleglichkeit, Stabilität, Leistung → In der FVA wurde dieses Model in Bezug auf klimatische Veränderungen dynamisiert, v.a. Im Bereicht Stabilität (Stürme, Trockenheit, Insekte; Baumartenvorkommen), aber auch auf Leistung (Masse).

  • Gesamtbilanzierung der Baumarteneignung der vier Hauptbaumarten in Baden-Württemberg Buche, Eiche, Fichte Tanne; Die Eignung aller vier Baumarten wird sich nach den beiden benutzten CO2Ausstoßmodellen RCP 4.5 und RCP 8.5 (nach Weltklimarat) stark abnehmen → über die Hälfte der Flächenanteile in Baden-Württemberg werden v.a. Für die Fichte, aber zu sehr großen Teil auch für die Tanne, bei beiden Modellen bereits 2050 wenig geeignet bis ungeeignet sein

    Dramatische Trends, aber Waldverlust an sich droht nicht; die vier Baumarten werden in Anteilen bleiben

Alternativbaumarten

  • Grundsätzliche Fragen: Brauchen wir außereuropäische Baumarten als Alternative? Gibt es alternative Baumarten in angrenzenden Ländern oder heimische, bisher seltene Baumarten?

    Artensteckbriefe (2.0) möglicher Alternativbaumarten: 33 Baumarten; Nadel- und Baumarten; darunter heimische seltene Baumarten, europäische Baumarten, außereuropäische Baumarten; Baumartenranking für Vorsondierung wurde anhand von 37 Kriterien erstellt.

  • Was ist mit der Naturnähe? Projekt Klimadynamische potentielle natürliche Vegetation: Möglich wäre eine starke Verbreitung von Flaumeichenwälder, starker Rückgang von Nadel- und Buchwäldern

Wichtige offene Fragen

  • Viele Auswirkungen sind noch nicht ausreichend geklärt,

  • biotischen Schaderreger (z.B. Insekten) in Kombination mit Klimaveränderung

  • epigenetische Anpassungspotentiale der Baumarten: Gleiche Baumart (gleiches genetisches Erbgut), die in den Jahren 1900 und 2050 keimt, reagiert unterschiedlich in Abhängigkeit auf die Umweltbedingungen → Anpassungspotential in Modellen noch kaum abbildbarwahrscheinlich aber substantieller Überarbeitungsbedarf bei Schutzgebietskonzepten mit Naturnähebezug

  • Können/Dürfen wir „gebietsfremde Baumarten“ einführen – europäische oder außereuropäische Baumarten? → die Einführung ertragreicher außereruopäischer Baumarten kann privaten Waldbesitzern kaum untersagt werden; Private Existenzen sind vom Ertrag der Bäume abhängig

  • Wollen wir als Gesellschaft den Kohlenstoffspeicher im Wald oder in Holzproduktion erhöhen?

Die Diskussion drehte sich untere anderem um Einfluss alternativer Baumarten auf heimische Fauna, die geringen Möglichkeiten natürlicher Erholung, die Verteilung der Wälder auf Privatpersonen, Kommunen und Land und sich bereits abzeichnende Trends gut angepasster Baumarten

Homepage Gabi Rolland MdL

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